Sein Engagement im RDA begann 1972, als er das Amt des Schatzmeisters übernahm. Vier Jahre später wurde er Vizepräsident und 1984 wählte ihn die Mitgliederversammlung in Barcelona zum vierten Präsidenten des RDA. Von 1987 bis 2002 leitete er den Verband hauptamtlich mit unermüdlicher Tatkraft, bevor er zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.
Während seiner Amtszeit prägte er entscheidende Veränderungen: Die Umbenennung des Verbandes in „Internationaler Bustouristik Verband“, die Verlagerung der Geschäftsstelle nach Köln sowie die Bestellung des ersten Hauptgeschäftsführers Dieter Gauf sind nur einige Meilensteine seines Wirkens. Damit legte er die Basis für eine professionelle und internationale Ausrichtung des Verbandes.
Norbert Grein war ein Gestalter mit Mut und Vision. Unter seiner Führung gewann die Messeveranstaltung „RDA Workshop“ durch den Umzug in die Kölner Messehallen international an Bedeutung. Mit Gründung der verbandseigenen Tochtergesellschaft „RDA-Workshop Touristik-Service GmbH“ formte er im Jahr 1987 unter der versierten Leitung von Margret Kohls einen soliden und erfolgreichen Messeveranstalter.
Mit starker Stimme vertrat er die politischen Anliegen des RDA und knüpfte verbandliche Netzwerke, die bis heute Bestand haben. So gehörte er 1995 zu den Gründervätern des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) und war über viele Jahre Mitglied im dortigen Präsidium. Zudem brachte er seine Expertise ehrenamtlich im Touristischen Beirat des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ein, in den er regelmäßig berufen wurde.
Seine besondere Stärke lag nicht nur in strategischem Weitblick, sondern auch in seiner menschlichen Nähe. Mit rheinischem Humor, diplomatischem Geschick und herzlicher Geselligkeit verstand er es, Brücken zu bauen und Menschen zu verbinden. Für seine Verdienste und sein Engagement wurde ihm 2002 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.
Norbert Grein hinterlässt Spuren, die weit über den Verband hinausreichen. Sein Wirken, seine Ideen und seine Menschlichkeit werden in lebendiger Erinnerung bleiben – als Vermächtnis für die Bustouristik und für alle, die ihn kennenlernen durften.