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28.07.2010

RDA-Workshop: Wohin geht die Reise der Bustouristik

RDA-Präsident Richard Eberhardt (2.v.r.) besiegelte auf dem RDA-Workshop die RDA Event Partnerschaft mit der BUGA.

Der RDA informierte die Presse über die Branchensituation und aktuelle Kampagnen.

RDA-Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf begrüßt eine belgische Besuchergruppe auf dem Workshop.

 „Die 4.700 privaten Unternehmen haben trotz einer durchaus treuen Stammkundschaft, auch die im Windschatten der Finanzkrise die negativen Folgen des Reisejahres 2009 gespürt. Die Ausmaße hielten sich allerdings in Grenzen.“

Blickten Anfang des Jahres noch die überwiegende Zahl der Unternehmer skeptisch in die Saison, haben sich die dunkeln Wolken nun etwas verzogen. Trotz der noch nicht entspannten wirtschaftlichen Lage, bewerten die in der DIHK Saisonumfrage befragten Busunternehmen die Geschäftslage der Saison 2009 positiver als in den letzten fünf Jahren. Um die Nachfrage stabil zu halten, verzichten 70 Prozent der Unternehmen darauf, die Reisepreise anzuziehen, lediglich 20 Prozent wollen hier den Hebel nach oben ansetzen.

Busreisende, das hat sich auch gezeigt, sind neugieriger auf neue Destinationen und aufgeschlossener als der Rest der Urlauber. Sie wollen fremde Länder und Kulturen kennen lernen und dabei gut betreut in der Gruppe unterwegs sein. Der Wunsch nach Individualität nimmt ebenfalls zu. Die Gäste legen Wert darauf, auch einmal allein unterwegs zu sein und lehnen ein allzu starres Zeitkorsett ab. Darüber hinaus geht der Trend zu kleineren Gruppen und damit auch zu entsprechenden Bussen. Dem kommen die Hoteliers vielfach entgegen mit verlängerten Stornofristen oder einem angepassten Preis, wenn sich die Gruppengröße verringert.

Kurz- und Städtereisen sowie der Ausflugsverkehr entwickelten sich positiv. Auch die Anmietverkehre konnten bei rund der Hälfte der Veranstalter zulegen. Inländische Ziele erleben einen Nachfrageboom. Besonders gefragt sind die Küstenregionen oder Städte wie Hamburg und Berlin. Im Deutschlandtourismus ist der nach wie vor Bus ein wichtiger Partner für die Destinationen.

Das Topziel der Bustouristik ist und bleibt Italien, dort konnte in der Reisesaison 2009 Boden gut gemacht werden. Österreich und die Schweiz sind ebenfalls verlässliche Busdestinationen und stiegen in der Nachfrage. Bei den ausländischen Zielen verliert Spanien erneut in Folge Marktanteile als Busreisziel und rangiert nunmehr auf dem 6. Platz. Eine unmittelbare Folge des forcierten Ausbaus des Landes zur Flugdestination.

Als Fazit konnte der RDA-Präsident festhalten, dass insgesamt die Tourismuswirtschaft aufgrund der momentanen Buchungslage positiv in die Reisesaison 2010 blickt. Die Optionalität der Kunden wird aufgrund der Haushaltssituation steigen. So haben bisherige Nischenelemente die Chance eine wahre Renaissance zu erleben. Dazu zählen zum Beispiel: Ausflüge in Naherholungsgebiete, Wellnessurlaub im Kleinen, Aktivferien auf dem Rad oder zu Fuß haben Wachstumspotenzial.

RDA-Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf informierte über geplante Aktionen und Kampagnen des RDA. Vor allem das Thema Events steht künftig auf der Tagesordung, denn Events kommen an. Egal ob es sich um inszenierte Dauerevents wie Musicals und Themenparks handelt oder einzigartige Aktionen wie Kulturhauptstadt oder Gartenschauen. Ein wichtiger Baustein ist die RDA Event Partnerschaft mit der BUGA, die am Vormittag auf dem RDA-Workshop von RDA-Präsident Richard Eberhardt und dem Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG), Jochen Sander, offiziell besiegelt wurde. Der RDA wird zudem künftig mit weiteren Events Partnerschaften abschließen, die zahlreiche Vorteile für RDA-Mitglieder bringen und von der natürlich auch die Eventveranstalter profitieren.

Doch auch die RDA-Akademie wird das Thema im Rahmen des Innovations-Seminars „Eventreisen“ aufgreifen. Und, last but not least befasst sich auch der 29. Tag der Bustouristik am 10. Januar 2011 mit Event-Tourismus : die unerschöpfliche Quelle themenorientierter Angebote für das ganze Jahr!

RDA und TÜV Rheinland kooperieren bei Bus-Pilot

Mit dem neuen starken Partner TÜV Rheinland startet der RDA die Fortführung der Sicherheitsinitiative „Bus-Pilot“. „Ein TÜV-Zertifikat steht auf allen Ebenen für Qualität und Sicherheit“, so Gauf, der dieses Projekt gemeinsam mit Wolfgang Klein, Leiter Verkehrssicherheit TÜV Rheinland, vorstellte.

Der Busfahrer ist und bleibt das wichtigste Glied in der Kette von Sicherheitsmaßnahmen rund um den Bus. Die Branche muss also alles tun muss, um dem Fahrer fit zu halten. Denn der heutige Straßenverkehr stellt höchste Anforderungen an das Können der Fahrer. Mit einer Bus-Pilot-Schulung erfüllen die Busfahrer nicht nur die vorgeschriebene gesetzliche Weiterbildung, sondern steigern ihre Qualifikation im Reiseverkehr. Die „Bus-Pilot“ Schulung ist als Weiterbildung im Sinne des Berufskraftfahrerqualifikationsgesetzes (BKrFQG) anerkannt. Dieses verpflichtet alle gewerbsmäßigen Fahrer/innen von Omnibussen zu tätigkeitsbezogenen Weiterbildungen. Als anerkanntes Weiterbildungsunternehmen bestätigt TÜV Rheinland den Besuch der gesetzlich verpflichtenden Weiterbildung nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG) zur Verlängerung der Fahrerlaubnis.

 

Gutes Klima im Bus und auf dem Globus!

Hermann Meyering, stellvertretender RDA-Präsident und stellvertretender gbk-Vorsitzender, informierte über die die gbk-Sterne, die für ein gutes Klima im Bus und auf dem Globus sorgen. Am Beispiel des Ausfalls der Klimaanlagen in deutschen ICEs, erläuterte Meyering, dass auch die Busbranche nicht völlig gegen Pannen immun sei. Doch moderne Reisebusse sind mit einer ausgereiften Technik ausgestattet, die auf die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in Europa ausgelegt ist. Zum hohen Qualitätsstandard in der Bustouristik hat die Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk) einen wesentlichen Beitrag geleistet. Das System der Busklassifizierung bietet dem Verbraucher eine zuverlässige Orientierung. Denn die Einhaltung der strengen Kriterien, die der Vergabe von Sternen zugrunde liegen, wird regelmäßig von neutralen Prüforganisationen wie TÜV oder DEKRA kontrolliert. Und dazu gehört auch die alljährliche Überprüfung der Klimaanlage.

 

 

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