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11.06.2018

Brüssel: One-Stop-Shop gilt bald auch für internationalen Busreiseverkehr

Die Besteuerung der grenzüberschreitenden Personenbeförderungsleistungen wird einfacher. Zukünftig besteht die Möglichkeit der Anmeldung und Zahlung der Umsatzsteuer für Dienstleistungen im internationalen Busreiseverkehr für Nichtsteuerpflichtige über eine zentrale Anlaufstelle (One-Stop-Shop) im Heimatland.

Am 5. Dezember 2017 trat eine Richtlinie des Europäischen Rates in Kraft, zur Änderung in Bezug auf bestimmte mehrwertsteuerliche Pflichten für die Erbringung von Dienstleistungen und für Fernverkäufe von Gegenständen. Danach wird der Geltungsbereich der zentralen Anlaufstelle – One-Stop-Shop – für die Umsatzsteuererklärung und -zahlung auf internationale Busdienstleistungen für Nichtsteuerpflichtige (Privatpersonen) ausgeweitet. Die One-Stop-Shop-Regelung betrifft Unternehmer, die Dienstleistungen an Privatpersonen in einem anderen Mitgliedstaat der EU erbringen, in dem sie weder den Sitz ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit noch eine umsatzsteuerliche Betriebsstätte haben.

Demnach müssen Busunternehmen zukünftig die Umsatzsteuer nicht mehr direkt in den Ländern deklarieren, in denen der internationale Busverkehr stattgefunden hat, sondern können die auf die Umsätze geschuldete Umsatzsteuer über eine nationale Anlaufstelle (in Deutschland ist es das Bundeszentralamt für Steuern - BZSt) in dem Mitgliedstaat abführen, in dem sie steuerlich identifiziert sind.

Ein Steuerpflichtiger, der in einem Mitgliedstaat (dem Mitgliedstaat der Identifizierung) für die Inanspruchnahme der Sonderregelung registriert ist, muss auf elektronischem Wege für jedes Quartal eine Umsatzsteuererklärung mit genauen Angaben zu den Dienstleistungen abgeben, die er für Nichtsteuerpflichtige (Privatpersonen) in anderen Mitgliedstaaten (den Mitgliedstaaten des Verbrauchs) erbracht hat, und die anfallende Umsatzsteuer gebündelt abführen. Diese Steuererklärungen werden dann zusammen mit der entrichteten Umsatzsteuer über ein sicheres Kommunikationsnetz an die entsprechenden Mitgliedstaaten übermittelt.

Die EU-Mitgliedstaaten sind nun verpflichtet, diese Richtlinie bis zum 1. Januar 2021 in nationales Recht umzusetzen.

Kontakt

Annette Heinemann
Telefon: +49 2244 90 33 33
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