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07.03.2018

RDA auf der ITB 2018: Bustouristik legt zu

Benedikt Esser (r.) und Dieter Gauf (2.v.l) begrüßten die scheidende Tourismusbeauftragte der Bundesregierung Iris Gleicke (2.v.r.), und die CDU/CSU-Tourismus-Ausschussmitglieder Heike Brehmer (1.v.l) und Paul Lehrieder (m.).

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, dass es in der neuen Regierung wieder einen Beauftragten für Tourismus geben werde. (Foto und Logo Copyright ITB)

Der RDA-Stand auf der ITB ist auch in diesem Jahr wieder Treffpunkt von Geschäftsführung und Mitarbeitern des RDA und der RDA EXPO GmbH mit Entscheidungsträgern der Tourismus- und Verkehrswirtschaft sowie Partnern der Bus- und Gruppentouristik. Insbesondere während der Fachbesuchertage ist der Zulauf groß.

Traditionell ist die ITB ist ein wichtiges Kommunikationsforum, in dem der RDA gezielt den Austausch mit der Politik nutzt, um wichtige Branchenanliegen zu erörtern.

Die ersten guten Nachrichten gab es schon auf der ITB-Eröffnungsfeier am 6. März:  Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte der Branche ihre Unterstützung zu, so werde es in der neuen Regierung wieder einen Beauftragten für Tourismus geben.

ReiseAnalyse: Der Bus legt zu, Städtereisen boomen
Am ersten Tag der ITB wird insbesondere die Präsentation der FUR ReiseAnalyse mit Spannung erwartet. Diese bestätigte erneut, was die Branche schon gefühlt wahrgenommen hat: Deutschland ist in Urlaubsstimmung. Für fast 70 % der Bevölkerung steht schon im Januar fest, dass es 2018 sicher oder wahrscheinlich auf Urlaubsreise geht. Nur 11 % sind sich sicher, dass sie 2018 keine Urlaubsreise unternehmen werden. Auch beim Geldausgeben fürs Verreisen gibt es einen klaren Trend nach oben: Es gibt deutlich mehr Menschen, die im Urlaub 2018 im Vergleich zum Vorjahr mehr ausgeben möchten (30 %), als Menschen, die im Urlaub sparen möchten (13 %).

Das passt sehr gut zu den aktuell gemessenen Entwicklungen für das Jahr 2017. Noch nie lagen die Ausgaben für Urlaubsreisen (€ 73,4 Mrd. gegenüber € 67,5 Mrd. in 2016) und Kurzurlaubsreisen (€ 23,0 Mrd. gegenüber € 20,4 Mrd. in 2016) so hoch wie im vergangenen Jahr. Erstmals kommen wir so auf ein gesamtes Ausgabevolumen für Urlaubsreisen und Kurzurlaubsreisen von deutlich über € 90 Mrd.

Der PKW ist für die Urlaubsreise das wichtigste Verkehrsmittel, gefolgt vom Flugzeug. Der Bus konnte seinen Anteil von 6% im Jahr 2016 auf 7% in 2017 steigern und liegt damit zwei Prozentpunkte vor der Bahn.

Die Urlaubsreiseintensität liegt stabil auf sehr hohen 77 %. Dies ist der Anteil der Bevölkerung, der im Jahr wenigstens eine Urlaubsreise von mindestens 5 Tagen Dauer macht. Die Anzahl der Urlaubsreisen steigt leicht auf knapp 70 Mio. Bei den Kurzurlaubsreisen ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen: 2017 unternahmen 34,3 Mio. Kurzurlaubsreisende insgesamt 82,1 Mio. Kurzurlaubsreisen.

Die gute Entwicklung des Vorjahres dürfte 2018 übertroffen werden. Der BTW-Tourismusindex geht davon aus, dass die Deutschen auf hohem Niveau ihre privaten Reisetage um bis zu zwei Prozent steigern werden.

 

Erstmals mehr als 50 Mio. Auslandsreisen
Bei ihren Urlaubsreisen zieht es die Deutschen mehr denn je in die Ferne. 72 % aller Urlaubsreisen führen ins Ausland, so viele wie nie zuvor. 8 % aller Urlaubsreisen sind Fernreisen, mit Zielen außerhalb Europas und des Mittelmeerraums – ebenfalls ein Rekordwert.

Trotzdem ist Deutschland mit 28 % aller Urlaubsreisen weiterhin das wichtigste Reiseziel der Deutschen. Auch das Ranking der Top-Auslandsziele ist stabil. Spanien steht unangefochten an der Spitze, gefolgt von Italien, der Türkei und Österreich. Innerhalb der Top 10 konnten Österreich, Griechenland, Kroatien, Polen und Portugal Zugewinne gegenüber 2016 erzielen.

Bei den Großregionen als Urlaubsreiseziel liegt ganz klar das Mittelemeer vorn. Zulegen konnte aber auch der Alpenraum in den letzten Jahren.

Urlaubserlebnis 2017: Der Bauch entscheidet
Für eine gelungene Urlaubsreise sind Erlebnisse am Reiseziel entscheidend, an die man sich gerne zurückerinnert. Ganz oben stehen dabei Erlebnisse zu Wetter und Landschaft. Die hohe Positionierung von regionalen Speisen und typischen Restaurants zeigt, dass ein positives Destinationserlebnis für viele durch den Magen geht. Einen weiteren Schwerpunkt bietet der „direkte“ Kontakt mit dem Reiseziel, durch das Spüren der Atmosphäre, das Eintauchen ins lokale Leben und den Kontakt mit den Einwohnern.

Spannend ist es auch bei den Onlinebuchungen, deren Siegeszug nicht mehr aufzuhalten ist. Spielte das persönliche Gespräch 2007 noch bei 56 Prozent aller Buchungen eine Rolle waren es 2017 nur noch 41 Prozent, die diesen direkten Kontakt suchten. Und die Online-Buchungen stiegen von 17 Prozent im Jahr 2007 auf 38 im Jahr 2017. Lediglich die Kunden 70+ verweigern sich dem Thema Online bei der Informationsbeschaffung in Relation zu allen anderen Jahrgängen.

Die langfristigen Trends begeistern Martin Lohmann, wissenschaftlicher Berater der jährlichen Reiseanalyse (RA), der die Studie präsentierte: „Die geringen Veränderungen in den Zahlen mag für einige langweilig sein, für die Branche sind sie aber eine supergute Nachricht.“ Sie zeigen die Verlässlichkeit der Kunden und sind somit eine gute Grundlage für die Planung der touristischen Leistungsträger.

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