Das starke Netzwerk für Gruppenreisen
rda.de > Verband > Verbandsgeschichte

Verband

25.02.17

Fake-News zum neuen Pauschalreiserecht – wird der Urlaub „wirklich nicht komplizierter“?

Von Prof. Dr. Harald Bartl. Vermittlung angeblich ohne Trennung von Buchung, Zahlung, Rechnung! In einem Artikel immerhin der FAZ vom 21.2.2017 findet sich die Headline „Urlaub wird nicht...

24.02.17

Österreich: Aktueller Stand zum Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz LSD-BG

Der RDA informiert darüber, dass es nach zahlreichen Interventionen und umfangreichen Korrespondenzen (auch seitens des RDA und der EACT) zu einer Vereinfachung der Meldevorschriften kommen wird, wie...

21.02.17

66. RDA-Mitgliederversammlung am 19. 04.2017 in Friedrichshafen

Die diesjährige RDA-Mitgliederversammlung findet am 19. April 2017 um 15.30 Uhr in der Messe Friedrichshafen statt, zu der wir Sie sehr herzlich einladen. Dort werden zukunftsweisende Entscheidungen...

Was bedeutet RDA?

Aus dem Sitzungsbericht über die Verhandlungen des Vereins „Reise-Ring Deutscher Autobusunternehmungen e.V.“ am 22. Januar 1951 wurde unter Punkt 1 einstimmig beschlossen, einen Verein „Reise-Ring Deutscher Autobusunternehmungen e.V.“ zu gründen, der durch Eintragung in das Vereinsregister des Amtgerichts Wiesbaden die Rechtsfähigkeit erlangen soll.

Der Sitzungsbericht vermerkt 19 Sitzungsteilnehmer und die Sitzung war eher kurz bemessen. Es werden die Formalien abgehandelt und am Ende von Punkt 4 heißt es: Weiterer Beratungsstoff lag nicht vor. Die Gründungsmitglieder waren, bis auf eines, öffentliche Omnibusunternehmen.

Von Anfang an wurde auch die Abkürzung RDA benutzt. Dies führt schon einmal zu Missverständnissen oder Wortspielereien. In Frankreich wurde „RDA“ als „DDR“ interpretiert, „Republique Democratique Allemande“, und „Rasen durchs Ausland“ war eine Anspielung auf die zahlreichen Studienreisen. Denn von Anfang an ging es auch darum, neue Ziele für den Omnibustourismus zu entdecken. Diese Entdeckungsfahrten waren wegweisend für die ganze Branche.

Kombinierte Bus- und Flugreisen

Ab 1960 richtete man auch das Augenmerk auf die steigende Konkurrenz des Flugverkehrs. Seinen Anfang nahm dies mit einem Referat des Verlegers der Omnibus-Revue, Heinrich Vogel, der einen selbst gedrehten Farbfilm über eine Flugreise nach Japan und Indien zeigte. Er wies beiläufig darauf hin, dass der Omnibustourismus doch am besten mit dem Flugtourismus zusammen arbeiten solle. Damit traf er den Nerv des RDA, der sich die Zusammenarbeit in der Touristik auf seine Fahnen geschrieben hatte. Seitdem waren immer neue Ansätze zur Kombination von Bus- und Flugreisen zu beobachten, und 1967 machte man die Probe aufs Exempel: Die RDA-Mitglieder fuhren in Bussen nach Bulgarien und für die Rückreise benutzte man das Flugzeug.

Den RDA zog es aber nicht nur kreuz und quer durch Europa, sondern Studienreisen führten auch nach Ägypten, Israel, Brasilien, Japan und Australien. Hier wurde die heute noch populäre Form der kombinierten Reise erprobt: Flug zum Zielort und dort dann Rundreise mit dem Bus.

RDA-Mitgliederversammlungen

Die RDA-Mitgliederversammlungen fanden von Anfang an in verschiedenen Orten statt. Neben Städten in Deutschland war die RDA-Familie anfangs besonders in Österreich und den Niederlanden zu Gast. Die ungeplant längste und stürmischste Hauptversammlung dürfte der RDA 1964 auf der bayerischen Kampenwand erlebt haben. Ein plötzlich einsetzendes Unwetter machte es am Abend den Teilnehmern unmöglich, mit der im Wind schwankenden Kabinenseilbahn wieder zu Tale zu fahren. Erst lange nach Mitternacht wurde dann Kabine für Kabine abgeseilt.

Die Mitgliederversammlungen mussten auch organisiert werden. Damit wurden – wie auch heute noch – jeweils einzelne Vorstandsmitglieder beauftragt. Ein Prinzip, dass sich sehr bewährt hat. Der im RDA legendäre Charly Wolters wurde 1956 als einer der großen Reisebusunternehmer Norddeutschlands in den Vorstand gewählt und hatte bald darauf eine Mitgliederversammlung zu organisieren. Als gelernter Hotelier und guter Gastgeber inspizierte und kostete er vorher nochmals das Buffet. Dabei stellte er fest, dass für den Krabbencocktail keine frischen Krabben verwendet wurden. Der Geschäftsführer des Lokals behauptete allerdings das Gegenteil, woraufhin Charly Wolters mit einem Handstreich alle Krabbencocktails vom Tisch schleuderte und die - damals noch überschaubare - RDA-Familie in ein anderes Lokal führte.

Wann die treffende Bezeichnung „RDA-Familie“ aufkam, ist heute nicht mehr zu klären. Die Bezeichnung ist schon seit 1970 dokumentiert und wohl während den Studienfahrten entstanden, bei denen man sich auch immer gern und kräftig amüsierte. Die RDA-Familie war groß. Dazu gehörten neben den Busunternehmern und den weiteren Leistungsträgern auch die fördernden Mitglieder aus der Industrie.

Gemeinschaftswerbung

Der Gedanke der Gemeinschaftswerbung kam in regelmäßigen Abständen auf, versandete aber meistens schnell wieder. Wie heißt es dazu in der Omnibus-Revue im Mai 1967: „Omnibusunternehmer sind Individualisten und schwer unter einen Hut zu bekommen.“ Der 1960 zu dem Thema kreierte Slogan: „Nimm Urlaub vom Steuer, die Omnibusse sind auch nicht teuer“, hat sich aus vielerlei Gründen bis heute nicht durchsetzen können.

Der RDA als Lobbyist

Schon früh sahen sich die Vertreter des RDA auch als Lobbyisten. In den Anfangsjahren wie heute ging es u. a. um die protektionistische Haltung, die die Bundesregierung zu Gunsten der Deutschen Bahn einnahm. Es ging um Zusteigegenehmigungen und Ferienzielortverkehr. Die Verwaltung witterte hier verdeckten Linienverkehr und versuchte einzugreifen. Heute noch gehört der Kampf gegen die Diskriminierung der Bustouristik gegenüber anderen Verkehrsträgern zu den zentralen Aufgaben des RDA.

Organisation

Der RDA hatte von Anfang an auch Geschäftsführer, also Personen, die die tägliche Arbeit erledigten. Als besondere Morgengabe brachte RDA-Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf die von ihm initiierten Tage der Bustouristik im Rahmen der Internationalen Touristika in Frankfurt am Main mit. Seit 1985 hat der Verband nun die Schirmherrschaft über diese renommierte Veranstaltung. Regelmäßig werden aktuelle Themen und Probleme der Bustouristik diskutiert.

Der RDA-Workshop - nun RDA Group Travel Expo

Der RDA Workshop - auch Rendezvous der Aussteller genannt, wurde 1975 erstmals verwirklicht. Am ersten Workshop in Grafenau im bayerischen Wald beteiligten sich 75 Aussteller. Und auf dem ersten Workshop hatte Präsident Josef Grein absolutes Alkoholverbot erlassen. „Dazu verdient erwähnt zu werden, dass der RDA seinen ersten Workshop schon mit solcher Perfektion ablaufen ließ, dass für Verbesserungsvorschläge kaum Raum ist“, schrieb die Omnibus-Revue damals. Heute sind die RDA Group Travel Expo die bedeutendstes Bustouristikmessen. Seit 1985 hat sich die Messe in den Kölner Messehallen etabliert. Seit dem Jahr 2016 findet zusätzlich zu der RDA Group Travel Expo in Köln eine weitere Messe in Friedrichshafen am Bodensee im Frühjahr statt.

Kontakt

RDA Internationaler Bustouristik Verband e.V.
Hohenstaufenring 47-51
50674 Köln
Telefon: +49 221 91 27 72 0
Telefax: +49 221 12 47 88
E-Mail: info @rda .de

Informationen Mitgliedschaft