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28.07.2014

Rede von RDA–Präsident Richard Eberhardt anlässlich der Eröffnung des 40. RDA-Workshops

Es ist mir ein besonderes Vergnügen, Sie heute hier zur offiziellen Eröffnung unseres 40. RDA Workshops begrüßen zu dürfen. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass ich dies mit besonderem Stolz tue, denn aus einer kühnen Idee vor nunmehr 39 Jahren hat sich die weltweit größte, um nicht zu sagen, die bedeutendste Einkaufsplattform der internationalen Bus- und Gruppentouristik entwickelt. Unser Konzept von Mitgliedern für Mitglieder ist die bewährte Grundlage dafür, dass diese Messe stets mit der Zeit ging, attraktiver geworden ist und sich international weit öffnen konnte, um für Aussteller und Besucher nutzbringend zu sein.

Es ist mir deshalb eine große Freude, dass so viele Ehrengäste und Persönlichkeiten, Weggefährten und Freunde unter uns weilen, um sich auch in diesem Jahr bereits am ersten Messetag einen entsprechenden Eindruck zu verschaffen, aber auch um Kontakte zu pflegen, neue zu knüpfen, um somit das wichtigste Modul in der Gruppen- und Bustouristik zu beleben – die persönliche Begegnung auf der Basis von vertrauensvoller Zusammenarbeit.

Ich begrüße heute sehr herzlich

Heike Brehmer, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus,

Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes sowie seinen Hauptgeschäftsführer Dirk Inger,

Michael Rabe, Generalsekretär des BTW,

Peter Siemering, Vizepräsident des DTV – Deutscher Tourismus Verband; stellvertretend für die deutschen Tourismusverbände und stellvertretend für die vielen anwesenden deutschen Landesverbände begrüße ich bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard sehr herzlich.

Ich freue mich, dass Ulrich Syberg, der Präsident des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs gekommen ist und für den leider verhinderten Rudolf Scharping das Wort an uns richten wird.

Und besonders freue ich mich über die Anwesenheit von Ehrenpräsident Norbert Grein an der Spitze der RDA-Ehrenvorstände.

Ein herzliches Willkommen entbiete ich Manfred Schürmann, Vorsitzender des Beirates der RDA-Workshop Touristik-Service GmbH sowie Hermann Meyering, Vorsitzender der gbk und Vizepräsident des IBV des gemeinsamen Verbandes von RDA und gbk.

Die deutsche und internationale Omnibusindustrie weilt heute unter uns und ich grüße stellvertretend den Markensprecher von EvoBus und Mercedes Benz Omnibusse: Axel Stokinger

Die Gruppen- und Bustouristik kann man als ein gutes Barometer für die Entwicklung eines der weltweit wichtigsten und dynamischsten Wirtschaftsfaktoren, den Tourismus, ansehen. Trotz besorgniserregender Auseinandersetzungen im Nahen Osten, der ungelösten Probleme in der Ukraine und der Terrorgefahr in einigen Ländern verzeichnen wir insgesamt eine stabile Entwicklung. Reisen als Mittel der Völkerverständigung und der Vermittlung von Fakten, Eindrücken und Erkenntnissen hat diese Welt begreifbarer und damit auch gestaltbarer gemacht.

Unser RDA hat dazu von Anfang an beigetragen und im Jahr der 100. Wiederkehr des Beginns des 1. Weltkrieges haben wir mit einer eindrucksvollen Jahrestagung an den Orten furchtbarer Schlachten unter Beweis gestellt, dass unsere Branche Brücken schlagen und ihren Beitrag zu einer besseren Welt leisten kann.

Auch aus diesem Grund bleibt die tourismuspolitische Interessenvertretung in Brüssel und Berlin eine der Hauptaufgaben, der wir uns verpflichtet fühlen.

Wir haben dabei gelernt, dass es nur vorwärts gehen kann, wenn auf gesamteuropäischer Ebene die Kräfte weiter  gebündelt werden. Die European Alliance for Coach Tourism, ist für uns die Organisation, die uns schneller, besser und eindringlicher mehr Gehör auf internationaler Ebene verschafft. Es geht uns insbesondere um die Lösung von Problemen, mit denen die Bus- und Gruppentouristik auf europäischer Ebene konfrontiert ist. Wir werden auch diesen Workshop nutzen, um uns zu aktuellen Themen zu positionieren und ich kann Ihnen versprechen, dass Sie noch während der Messe Informationen über unsere neuesten Aktivitäten erhalten werden.

Der Einsatz des RDA für eine Verbesserung der Situation in den Zielgebieten, vor allem auch und gerade in einem der beliebtesten europäischen Zielländer, Italien, bleibt ein Schwerpunkt. Es ist nicht hinzunehmen, dass wir einer Abgabenwillkür ausgesetzt sind, die uns die Arbeit immer schwerer macht und letztlich beginnt, die verursachenden Kommunen selbst ins Abseits zu stellen. Touristen sind keine ewig Geldausgebenden und vor allem sich alles Gefallen lassende Gutmenschen. Sie verstehen es durchaus, sich in einem gesunden Preis-Leistungsverhältnis zu entscheiden. Und liebe italienische Freunde, die heute auch unter uns weilen, bedenkt bitte, dass der Bus das verkehrsraumsparendste und klimaschonendste Transportmittel bleibt

Die busbezogenen Erleichterungen bei der am kommenden Samstag beginnenden großen Messdienerwallfahrt in Rom, sind ein weiterer Beleg, wie sich RDA-Engagement vor Ort auszahlen kann und vor allem, dass es einvernehmlich funktionieren kann, wenn der politische Wille in den Kommunen vorhanden ist.

Es ist aber auch in einer anderen wichtigen Frage immer wieder dieser politische Wille, an den ich appellieren möchte. In der Problematik der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von Hotelleistungen kommen wir an einen Punkt, an dem es uns Touristiker ins Herz trifft und um das noch deutlicher zu formulieren, wo es um Existenzen vieler mittelständischer Veranstalter geht. Wir haben in enger Abstimmung mit anderen Verbänden in den vergangenen Wochen energisch daran gearbeitet, dass die Politiker erkennen, welche Gefahr sie durch eine Verfälschung der Steuergerechtigkeit, um nicht zu sagen der Materie an sich,  heraufbeschwören.

Ob im BTW oder im Steuerausschuss des DRV oder bei parlamentarischen Anfragen und Anhörungen, stets haben wir erläutert und argumentiert. Die steuerlichen Serviceangebote und Beratungsleistungen unseres Verbandes wurden ausgebaut, um hier unsere Mitglieder stärker, zeitnaher und kompetenter zu unterstützen. Inhalte sind die bus- und gruppentouristisch bezogene Betreuung der Mitglieder auf Anfragen, Kurzberatung, umfassende Betreuung in Präzedenzfällen und bei verbandspolitischem Handlungsbedarf.

Es ist deshalb kein Zufall, dass sich der Bundeswirtschaftsminister Gabriel für eine touristikbezogene Regelung dieses Problems öffentlich ausgesprochen hat. Ein Fünkchen am Horizont - aber noch lange nicht das berühmte Licht am Ende des Tunnels.

Wir fordern hier aus Köln, diese Problematik schnell und unbürokratisch zugunsten der mittelständischen Unternehmen zu lösen, damit endlich auch wieder mit finanzieller Sicherheit für die Zukunft geplant werden kann.

Ich kann Ihnen versichern, dass dieses Thema im RDA Chefsache ist.

Der RDA wird sich weiterhin  konsequent und kompetent um alle Fragen der Rechtssicherheit für die Bus- und Gruppentouristik kümmern. Dazu gehört die kontinuierliche Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern und selbstverständlich die kompetente, laufende Beobachtung und Begleitung der rechtliche Entwicklung im Personenbeförderungsrecht und im Reiserecht. Es zeigt sich aber auch in dieser Frage immer wieder, dass nur eine enge Abstimmung mit befreundeten Fach- und Branchenverbänden zum wirklichen Erfolg führen kann.

Pünktlich zum diesjährigen Workshop stellen wir in einer neuesten Fassung die Muster-AGB vor und wissen, dass wir damit für unsere Mitglieder einen wirklichen Mehrwert liefern.

Seit dem letzten Workshop hat es viele Begegnungen, Diskussionen und Aussprachen gegeben. Die Anregungen der Aussteller, unserer Mitglieder und Gäste wurden aufgegriffen und umgesetzt. Sie werden eine neue, moderne Hallenaufplanung vorfinden, von der wir uns insbesondere in der Darstellung der Messeangebote und für die Kommunikation größere Attraktivität versprechen.

Das Workshop-Leitmotto 2014 sind Radreisen in jeglicher Form. Diese nicht mehr nur als Nische oder Ergänzung sondern als ein Trend, der sich immer stärker in der Gesellschaft durchsetzt.

Die mit Hilfe des RDA erhobenen Marktdaten sind wichtige Analyseinstrumente, um künftige Geschäfte zu planen, berechenbar zu machen und vor allem Entscheidungshilfen. Seien Sie auf unseren neuesten Marktforschungsbericht gespannt.

Mit großem Erfolg setzen wir eine Idee aus 2013 fort und greifen abermals das Thema Fernbuslinien auf. Nichts und Niemand hat uns in den vergangenen Monaten ein besseres Image, neue Kunden und vor allem auch neue Ideen beschert, wie die Etablierung des Fernbusmarktes. Wir haben jetzt wirklich auch die jüngere Generation im Bus sitzen, die mit W-lan durch die Republik, man muss inzwischen sagen, durch Europa reist. Wir haben eine hervorragende Fahrzeugflotte mit motivierten Fahrern und wir reiben uns mitunter verwundert die Augen, was da noch alles geht. Nein - wir schauen nicht mit Häme in Richtung Bahn – wissen wir doch, dass dort auch hart gearbeitet wird. Aber die Wettbewerbsbedingungen haben sich doch etwas angenähert. Dies, obwohl wir uns infrastrukturell immer noch wesentlich schlechter stellen. Die immer wieder in zurückliegenden Jahren angesprochene und fehlende Intermodialität, fällt uns und unseren Kunden ortsweise jetzt mächtig auf die Füße.

Der Bund trägt für die Bahn die Verantwortung und damit auch für die strategischen Investitionsentscheidungen. Hier ist er gefordert, Versäumnisse aus der Vergangenheit aufzuarbeiten, um sinnvolle Modelle für die Vernetzung der Verkehrsträger zu realisieren.

Inzwischen gibt es aber auch Diskussionen mit den Kommunen, wer denn jetzt für die erforderliche Infrastruktur zuständig ist. Ich sage an dieser Stelle ganz klipp und klar: Wer seinen Einwohnern, seinen Steuerzahlern nicht den Anschluss an Europa, nicht das Grundrecht auf Mobilität verwehren möchte, der investiert jetzt in intelligente und zukunftsweisende entsprechende Lösungen.

Wir widmen uns in unserer diesjährigen Trend-Forum-Session Fernlinienbusverkehr all diesen Themen und sind natürlich auch gespannt, was unsere Mitglieder und Besucher zu diesen Punkten einzubringen haben.

Derzeit berichtet die Presse über Irritationen zum Thema Lastenheft barrierefreier Fernbus.

Wir haben uns in Sitzungen des Lenkungskreises Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter aktiv eingebracht und gerade die Fragen gestellt und beleuchtet, deren Nichtberücksichtigung zu Irritationen geführt hat. Wir hoffen, dass wir damit praktikablen Lösungen näher kommen.

Auf der Mitgliederversammlung in Brügge hat sich die Mitgliedschaft für eine große Imageförderaktion und die Erhebung einer Umlage dazu ausgesprochen. Obwohl für die Erhebung der Umlage noch vereinsrechtliche Hürden zu nehmen sind, (das erledigen wir auf der nächsten Mitgliederversammlung in Leipzig) wurden bereits konzeptionelle und technische Vorarbeiten dazu in Angriff genommen. Sie dürfen gespannt sein

Sie sehen, wir tun was, damit sich vieles in die richtige Richtung bewegt. Der Workshop wird eine Vielzahl von weiteren Angeboten bereithalten, von denen ich nur das Forum erwähnen möchte, das von Heinrich Marti eröffnet werden wird oder die Verleihung des Marketingpreises „Roter Bus“ – morgen hier an dieser –Stelle. Das wichtigste werden aber die vielfältigen Begegnungen sein, um auch für die Zukunft erfolgreich am Markt bestehen  zu können. Dafür ist der Workshop in Köln der richtige Ort und gerade weil das so ist, freue ich mich, eine letzte Ankündigung leisten zu dürfen.

Verpassen Sie nicht im weiteren Verlauf unserer Erföffnungsveranstaltung die Präsentation der Stadt Leipzig, die der Ort der RDA Jahresversammlung 2015 sein wird. Elena Krause, die Leiterin der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH wird uns ihre schöne Stadt kurz vorstellen.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche uns allen einen erfolgreichen Workshop, den ich hiermit offiziell eröffne.

 

Kontakt

Annette Heinemann
Telefon: +49 2244 90 33 33
Telefax: +49 2244 87 74 22
E-Mail: presse@rda.de

RDA-Pressesprecher
Dieter Gauf

Hohenstaufenring 47-51
50674 Köln
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