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21.07.2015

RDA-Pressegespräch auf dem RDA-Workshop: Statement von Dieter Gauf RDA-Hauptgeschäftsführer

Multimodalität im Urlaubsreiseverkehr
„BusPlus“ ist in diesem Jahr das zentrale Workshop-Motto denn wie heißt es soschön: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“.Ob Mandelblüte auf Mallorca, atemberaubende Zugpanoramen oder Mittelmeer-Kreuzfahrten: Bus & Flug, Bus & Bahn und Bus & Schiff erweitern Perspektiven –und vor allem die Reisesaison. Denn diese Kombinationen erschließen bequemeAnreisen in sonnige Regionen, wenn die Kernreisezeit der Gruppentouristik z.B. in Deutschland noch auf Eis liegt.

Bereits im Jahr 2012 stellte der RDA mit Hilfe einer Sonderfrage in der ReiseAnalyse das erweiterte Potenzial des Busses durch den multimodalen Reiseverkehr heraus.

Zusätzlich zu 5,8 Mio. Busreisen haben 1,4 Mio. Flugurlaubsreisende im Zielgebiet eine mehrtägige Rundreise per Bus unternommen. Insgesamt hatten 19,4 Mio. Urlauber die mit anderen Verkehrsmitteln ins Zielgebiet reisten, zusätzlich den Bus für Ausflüge, Rundfahrten und Transfers genutzt.

Dieses Jahr sind wir noch ein Stück weiter gegangen. Zusätzlich zu den jährlichen Standardfragen der ReiseAnalyse, untersuchte die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen diesmal auch die Mobilitätskette aller genutzten Verkehrsmittel während der Urlaubsreise der Deutschen. Ziel war es, die Strukturen typischer Mobilitätsketten herauszuarbeiten, um so auch die Hintergründe der Verkehrsmittelwahl genauer untersuchen zu können.

Zusätzlich zum Hauptanreise-Verkehrsmittel wurde bei 52% der Urlaubsreisen mindestens ein weiteres Verkehrsmittel genutzt. Zählen wir die Ergebnisse der Hauptanreise-Verkehrsmittel und der während der Urlaubsreise zusätzlich genutzten Verkehrsmittel zusammen, erhöhen sich besonders die Marktanteile von Auto, Bus und Bahn.

Wie die hohe Relevanz von Bus und Bahn zeigen, sind Verkehrsmittelkombinationen nicht nur im Alltagsverkehr, sondern auch im Urlaubsreiseverkehr von großer Bedeutung und müssen in der Produktentwicklung berücksichtigt werden.

Der Bus ist als Shuttle/Transferbus unschlagbar bei der An- und Abreise zum Flughafen (38%) oder Bahnhof (4%). Den Hafen erreichen 14% der Gäste mit dem Shuttle/Transferbus und 11% direkt mit dem Reisebus. Oft wird der Reisebus als Begleitfahrzeug während einer gesamten Flusskreuzfahrt genutzt. D.h. der Gast bucht die Reise direkt beim Busunternehmer und dieser schnürt ein eigenes Ausflugsprogramm exklusiv für seine Gäste und nutzt das Schiff als schwimmendes Hotel.

Auf einer von vier Schiffsreisen wird der Reisebus zudem für Ausflugsfahrten genutzt, ebenso bei 12% der Flugreisen und bei immerhin 5% der Bahnreisen. Jeder zweite Busreisende nutzt den Reisebus auch zur Fortbewerbung in der Urlaubsregion, was sich in dem hohen Anteil von Rund- und Gruppenurlaubsreisen bei Busreisen wiederspiegelt.

Auffällig auch: Bei den Bahnreisen gewinnt der Fernbus an Bedeutung. Die Bereitschaft, zukünftig den Fernlinienbus zur An- und Abreise zu nutzen, beträgt 17%.

Für jeden zweiten Urlauber ist darüber hinaus die Mobilität im Zielgebiet nicht an ein Verkehrsmittel gebunden.

Der Bus ist der Gewinner auf der Mitteldistanz: Bei Reisedistanzen zwischen 500 km und 1000 km liegt sein Marktanteil bei 15%. Unter 500 km wird zu 73% der Pkw genutzt.

Insgesamt werden pro Urlaubsreise durchschnittlich 1.654 km (einfache Strecke) zurückgelegt, mit zunehmender Tendenz. Von 2002 bis 2014 nahm die Entfernung zwischen Wohn- und Urlaubsort um 13% zu!

Insgesamt 8 Mrd. Kilometer wurden bei den deutschen Busurlaubsreisen im Jahr 2014 zurückgelegt.

Der Reisebus als Entwicklungshelfer
Der Verein zur Förderung des Tourismus in Osteuropa, Vorder- und Zentralasien e.V. (VTOA) und der RDA werden in Zukunft stärker kooperieren. Vor allem bei den kombinierten Flug- und Busreisen nach Osteuropa und Zentralasien sehen wir eine große Schnittmenge. Hier liegt ein riesiges, noch ungehobenes Potenzial für die deutschen Bus- und Gruppentouristiker sowie die veranstaltenden Reisebüros. Der VTOA hat mit einigen spannenden und exotischen Mitgliedsländern einen Stand auf dem Workshop.

Ich darf das Wort nun weiter geben an Jürgen Klimke MdB. Herr Klimke ist Obmann der CDU/CSU Fraktion im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dort zuständig für den internationalen Tourismus. Ferner ist er Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und so mehrfach prädestiniert zum Thema: „Was macht den Erfolg des Interessendreiecks Tourismuspolitik, Entwicklungspolitik und Gruppentouristik aus“, zu sprechen.

Denn zeitgemäße Entwicklungshilfepolitik ist mehr als Brunnen bohren. Der Tourismus ist einer der Wirtschaftszweige mit den höchsten Zuwachsraten und daher Hoffnungsträger für viele Entwicklungsländer. Und bei der Erschließung nimmt der Reisebus eine Sonderstellung ein. Denn der Reisebus ist ein umweltfreundliches Reiseverkehrsmittel für die touristische Entwicklung von Zielgebieten abseits der massentouristischen Ballungszentren. Der Bus kommt überall hin und fungiert als mobiler Entwicklungshelfer. Mit ihm können Menschen in der Gruppe auch exotische Ziele sicher und zuverlässig entdecken.

Kontakt

Annette Heinemann
Telefon: +49 2244 90 33 33
Telefax: +49 2244 87 74 22
E-Mail: presse@rda.de

RDA-Pressesprecher
Dieter Gauf

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