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22.07.2013

RDA-Workshop 2013: Eröffnungsrede von RDA-Präsident Richard Eberhardt

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

mit besonderer Freude heiße ich Sie heute Morgen in der Kölnmesse willkommen. Der RDA-Workshop öffnet in wenigen Minuten seine Türen.

Unter uns weilen heute viele Gäste, die ich unmöglich alle namentlich erwähnen kann. Dafür bitte ich um Nachsicht. Dennoch begrüße ich mit besonderer Freude:

Klaus Brämig, Mitglied des Deutschen Bundestages und Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus,

Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln,

Dr. Michael Frenzel , Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft, sowie

Michael Rabe, Generalsekretär des BTW, weiterhin

Peter Siemering, Vizepräsident des DTV – Deutscher Tourismus Verband; stellvertretend für die deutschen Tourismusverbände und -stellen

Willy Della Valle, Chairmann der EACT, der gleichzeitig mit einer starken italienischen Delegation angereist ist.

Seitens der Omnibusunternehmerverbände: Toni Schönfelder von der Swedish National Coach Organization aus Schweden

und für die Deutschen: bdo-Hauptgeschäftsführerin Frau Christiane Leonhard.

Unsere Partner der Busworld aus Belgien: Luc Glorieux und besonders freue ich mich über die Anwesenheit von Ehrenpräsident Norbert Grein an der Spitze der RDA-Ehrenvorstände

Ein herzliches Willkommen entbiete ich Manfred Schürmann, Vorsitzender des Beirates der RDA-Workshop Touristik-Service GmbH sowie

Hermann Meyering, Vorsitzender der gbk und Vizepräsident des IBV des gemeinsamen Verbandes von RDA und gbk

Die deutsche und internationale Omnibusindustrie weilt heute unter uns und ich grüße stellvertretend den Markensprecher von EvoBus und Merceds Benz Omnibusse: Karl Stokinger.

Meine sehr verehrten Gäste,
mit großem Interesse blickt die gesamte Branche auf diese Veranstaltung, ist sie doch ein Barometer für die gegenwärtige Stimmungslage und die zu erwartenden Geschäfte.

Machen wir uns nichts vor. Bei allem angebrachten Optimismus, den wir in Deutschland vor uns hertragen, ächzt Europa weiterhin unter der Schuldenkrise. Wer auch immer in den letzten Monaten in den europäischen Nachbarländern unterwegs war, konnte sich von deren Ausmaßen ein persönliches Bild machen. Es wäre naiv zu behaupten, dass der Tourismus davon nicht betroffen ist.

Es wird sicherlich auch in diesem Jahr hier auf der Messe um Wege und Strategien gehen, wie diese Situation gemeistert werden kann. Ich appelliere an dieser Stelle an Verantwortung, Vernunft und Augenmaß in den Geschäftsabschlüssen. Perspektivisch nutzt es weder den Leistungsanbietern noch den Einkäufern wenn der Partner gnadenlos bis ans Limit verhandelt wird. Tourismus lebt von einem stabilen und kalkulierbaren Preis-Leistungsverhältnis und das sollte bei den Abschlüssen auch gelebt werden. So wie sich in schwierigen Zeiten Partner unterstützen, kann man gemeinsam in besseren Zeiten tatsächlich noch einträglichere Geschäfte betreiben.

Weite Regionen in Deutschland sind von einer Hochwasserkatastrophe betroffen, die viele, viele Existenzen bedroht oder gar zerstört hat. Was besonders bitter ist, dass es beim Endverbraucher zu wenig Wissen darüber gibt, welche Gegenden betroffen sind. So ist es zu einer ganzen Reihe von Stornierungen gekommen, die eigentlich keinen ursächlichen Grund in den Naturunbilden gehabt hätten. Während unseres Messerahmenprogramms werden wir uns mit den Folgen und möglichen Lösungsansätzen auseinandersetzen.

Ich möchte aber an dieser Stelle alle Einkäufer bitten. Prüfen Sie, was Sie kurz- und mittelfristig an Angeboten aufnehmen können, um insbesondere Betriebe aus den Hochwassergebieten entlang der Donau, der Elbe, der Saale mit Abschlüssen zu unterstützen.

Wir in Deutschland waren durch Solidarität in schwierigen Situationen immer am stärksten. Lassen Sie uns also durch aktives Miteinander auch dort wieder Hoffnung und Zuversicht schaffen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Bustouristik behauptet sich mit einem Marktanteil von 8 Prozent in einem weiterhin hart umkämpften Markt. In den vergangenen Jahren ist dieser Anteil trotz vieler Bemühungen eher zurückgegangen.  Es geht um immer neue Ideen, um Menschen zum Reisen zu bewegen. Die Suche nach der Nische wird zur ständigen Herausforderung. Mit dem diesjährigen Workshop-Thema „ Kultur erleben“ treffen wir mit Sicherheit den Nerv vieler Besucher. Kultur- und Studienreisen sind traditionell eine Domäne der Bustouristik und haben für die Branche einen hohen Stellenwert. Sie haben einen Marktanteil von ca. 20 Prozent.

Wir wollen Anregungen geben und Mut zu Neuem machen. Was eignet sich besser als eine organisierte Gruppenreise, um solche Themen zu belegen? Eine ungeheure Vielfalt an Angeboten und ein kreatives Potential erwarten Sie in den nächsten Tagen.

Nutzen Sie den persönlichen und direkten Kontakt hier vor Ort und planen Sie für Ihre eigene geschäftliche Zukunft den notwendigen Erfolg.

Ich freue mich schon jetzt auf den anschließenden Messerundgang auf dem uns sicherlich viele positive Überraschungen erwarten werden.

Der RDA ist mit seinen über 1.050 Ausstellern aus mehr als 39 Ländern noch internationaler geworden. Dem tragen wir auch weiterhin konsequent Rechnung. In einem zusammenwachsenden Europa gibt es dazu keine Alternativen. Ich bin aus diesem Grund besonders froh, dass auch so viele namhafte Gäste aus dem Ausland zu uns gekommen sind. Stellvertretend möchte ich noch einmal mit besonderer Herzlichkeit den Präsiden der EACT, der European Alliance for Coach Tourism, unseren Freund Willy Della Valle, begrüßen.

Die EACT ist unser Verband auf europäischer Ebene zur Durchsetzung unserer Interessen und Forderungen. Ich wünsche Willy Della Valle eine weiterhin glückliche Hand bei dieser großen Aufgabe zur Beseitigung der Hindernisse für die Gruppen- und Bustouristik in Europa.

Vor wenigen Monaten wurde der Fernbuslinienverkehr liberalisiert. An dieser Stelle sei noch einmal Dank ausgesprochen an alle politischen Entscheidungsträger, die diesen Prozess positiv und konstruktiv begleitet haben.

Seit der Liberalisierung tummeln sich viele Anbieter auf diesem neuen Markt, der sich sicherlich in den kommenden Monaten definieren wird. Es wird interessant sein zu sehen, welche Geschäftsmodelle sich durchsetzen werden. Der Kunde wird zwischen Qualität und Preis seine Entscheidungen treffen. Unsere Hoffnung ist die, dass der Mittelstand an der Gesamtentwicklung positiv teilhaben kann.

Aber auch in diesem Zusammenhang muss betont werden, dass jegliche Überlegungen in Richtung neuer Gebühren oder Abgaben bzw. einer Maut  entschieden eine Abfuhr erteilt werden muss.

Wir vernehmen mit Skepsis die Pläne von Verkehrsminister Ramsauer, die Flugsteuer abzuschaffen.

Wir sagen ganz klipp und klar „nein“ zu jeglichen Denkmodellen, die uns dann wieder zur Kasse bitten. Das klare „nein“ von Minister Ramsauer zur Busmaut auf unserer Jahrestagung in Augsburg verkündete, muss weiterhin Bestand haben.

Der Zustand unserer Verkehrswege macht uns zunehmend Sorge. Wir laufen Gefahr, in infrastrukturelle Drittklassigkeit abzugleiten. Dem muss ein Ende geboten werden. Wir richten an die Bundesregierung die Forderung, den Erhalt und den Ausbau unseres Straßennetzes mit größter Dringlichkeit zu behandeln. Mobilität und erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung gehören zusammen. Es ist höchste Zeit, dieser Erkenntnis auch Taten folgen zu lassen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
die kommenden Tage werden vielfach Gelegenheit bieten, die umfangreichen Aktivitäten des RDA zur Vertretung der Interessen seiner Mitglieder kennenzulernen. Der IBV – der gemeinsame Verband von RDA und gbk – ist erfolgreich auf den Weg gebracht und die Stimme der Bustouristik in der Berliner und Brüsseler Politik hörbarer geworden. Lassen Sie uns mit einem erfolgreichen Messeverlauf an diese Erfolge anknüpfen. Ich wünsche allen Besuchern und Ausstellern gute Geschäfte und freue mich auf viele persönliche Begegnungen mit Ihnen.

Lassen Sie uns also an die Arbeit gehen. Vielen Dank.

Dateien zum Herunterladen

RDA-Workshop_Eröffnung_Richard_Eberhardt_01.pdf (27 Kb)

Kontakt

Annette Heinemann
Telefon: +49 2244 90 33 33
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RDA-Pressesprecher
Dieter Gauf

Hohenstaufenring 47-51
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