Das starke Netzwerk für Gruppenreisen
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05.07.2017

RDA-Pressegespräch: Statement von RDA-Präsident Benedikt Esser

Der RDA ist der in Europa führende Verband für Bus- und Gruppentouristikunternehmen mit einem in der gesamten Tourismusindustrie dicht verwurzelten Netzwerk.

Dabei spielt die RDA Group Travel Expo in Köln eine sehr bedeutungsvolle Rolle: Mit 650 Ausstellern aus 40 Reiseländern behauptet auch die 43. RDA Group Travel Expo, vormals RDA-Workshop, die Position als Leitmesse der Bus- und Gruppentouristik. Nicht zu vergessen, die RDA Group Travel Expo in Friedrichshafen, die in diesem Jahr zum zweiten Mal mit über 430 Ausstellern erfolgreich stattgefunden hat.

Der Tourismus ist und bleibt eine sich stetig weiterentwickelnde Industrie, immer am Puls der Zeit. Darüber hinaus ist der Tourismus in einigen Regionen zum Leidtragenden extremistischer Anschläge geworden und muss zunehmend kurzfristig auf politische Entwicklungen reagieren.

Terroristische Anschläge in Paris, Brüssel, London und Berlin, um nur einige zu nennen, zielen darauf hinaus, unser westliches Leben zu verändern. Doch sie haben auch Folgen für den Tourismus in den Destinationen. Einbußen bei Gäste- und Umsatzzahlen belegen das. Niemand will sich dem beugen, doch wir können davor auch nicht die Augen verschließen.

Bedeutung des Tourismus
In Deutschland ist der Tourismus ein ökonomisches Schwergewicht und einer der größten Arbeitgeber. Mehr als 287 Milliarden Euro haben in- und ausländische Touristen im Jahr 2015 für Güter und Dienstleistungen in Deutschland ausgegeben. Diese Umsätze sorgten für fast 3 Millionen Arbeitsplätze und eine Wertschöpfung von mehr als 105 Milliarden Euro. Das geht aus der neuen, vom Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) beauftragten und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Deutschland“ hervor.

Die zentralen Ergebnisse der Studie bestätigen die große Bedeutung der deutschen Tourismuswirtschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland und dessen Arbeitsmarkt. Die Studie zeigt aber auch einige Veränderungen gegenüber der im Jahr 2012 veröffentlichten Untersuchung: So absolvierten die Deutschen weniger Tagesreisen, was auch zu weniger Ausgaben in diesem Segment führte. Auch die deutschen Airlines mussten ein Minus verkraften. Dagegen hat unter anderem das Beherbergungsgewerbe, das von der positiven Entwicklung der Übernachtungszahlen profitierte, deutlich zugelegt.

Mit Marktforschung Entwicklungen erkennen
Marktforschung ist auch ein wichtiger Bestandteil des RDA-Angebots. Wir nutzen sie um auf die ständigen Veränderungen von Angebot und Nachfrage reagieren zu können, ebenso wie auf die sich ändernden Wünsche und Ansprüche der Reisenden. Wir hinterfragen und untersuchen die Entwicklung touristischer Produkte und deren Positionierung im Markt. Der mittelständische Busunternehmer erhält dazu seit Jahren wichtige Informationen von seinem Verband. Auch für die Optimierung und Ausrichtung der RDA Group Travel Expos ist Marktforschung unerlässlich. Somit profitieren RDA-Mitglieder wie auch Aussteller und Besucher der RDA Group Travel Expos gleichermaßen von unserer Marktforschung.

Aus der intensiven Zusammenarbeit mit der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (Herausgeber der Reiseanalyse) ziehen wir jedes Jahr aktuelle Erkenntnisse und identifizieren Entwicklungen und Trends der gesamten Gruppentouristikbranche. Die wichtigsten Infos nun in aller Kürze:

Für das vergangene Jahr ermittelt die Reiseanalyse ein stabiles Urlaubsvolumen auf sehr hohem Niveau: 2016 lag die Urlaubsreiseintensität bei 77%. Dies ist der Anteil der Bevölkerung, der im Jahr mindestens eine Urlaubsreise von mindestens 5 Tagen Dauer macht. Damit machten 53,4 Mio. Urlaubsreisende 68,7 Mio. Urlaubsreisen. Die Ausgaben für diese längeren Urlaubsreisen summierten sich auf € 67,5 Mrd.

Dazu kommen 33,0 Mio. Kurzurlaubsreisende mit 80,5 Mio. unternommenen Reisen von 2 – 4 Tagen Dauer. Hier liegen die Gesamtausgaben bei € 20,4 Mrd. Bemerkenswert ist auch der Anstieg der Kurzurlaubsreisenden von 31,7 Mio. im Jahr 2015 auf 33 Mio. im Jahr 2016. So ging auch die Städtereise als Favorit im Hinblick auf die beliebteste Reiseart bei der Kurzurlaubsreise 2016 hervor.

Bei den Eckzahlen zum Urlaubsvolumen insgesamt lässt sich anhand der Reiseanalyse der FUR eine weitgehende Stabilität auf sehr hohem Niveau feststellen: 20,6 Mio. Urlaubsreisen der in Deutschland lebenden Bevölkerung hatten 2016 die eigene Heimat zum Ziel. 56,9 Millionen Kurzurlaubsreisen wurden von Deutschen zudem in Deutschland verbracht. 6 Prozent dieser Reisen (Kurzurlaubsreisen) wurden mit dem Bus unternommen.

48,1 Millionen beträgt die Anzahl der Urlaubsreisen (ab 5 Tagen Dauer) der Deutschen ins Ausland. Und 18,7 Kurzurlaubsreisen (drei bis vier Tage Dauer) kommen noch hinzu. 9,5 Prozent dieser Reisen (Kurzurlaubsreisen) wurden mit dem Bus unternommen.

Für das Incoming-Geschäft ist die Bustouristik ein bedeutendes Segment, denn gerade in volkswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht steuert sie vieles zur touristischen Entwicklung bei.

Der Reisebus bietet flexible Verkehrslösungen und trägt maßgeblich zur Erschlie­ßung peripherer und touristisch wichtiger Regionen bei. Die Fahrgastzahlen sind gerade im Gelegenheitsverkehr seit Jahren stabil. Jeder zehnte Deutsche hat in den vergangenen drei Jahren eine Busreise unternommen und sogar fast jeder Vierte zeigt Interesse daran, in den nächsten drei Jahren eine Busurlaubsreise zu machen.

Genauer gesagt, 3,93 Mio. Deutsche haben im Jahr 2016 4,26 Busurlaubsreisen unternommen.

Bei den TOP 5 der nationalen Ziele der busreisenden Deutschen lag Bayern vor Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von Niedersachsen, Berlin und Baden-Württemberg.

Bei den TOP 5 der internationalen Ziele der busreisenden Deutschen hatte Italien die Nase vorn vor Österreich, Polen, Spanien und der Tschechischen Republik. Welche Bedeutung die Bustouristik für einzelne Destinationen hat, verdeutlichen die Beispiele der Tschechischen Republik und Polen sehr gut: 30% aller Reisen in die Tschechische Republik und 28% aller Urlaubsreisen der Deutschen nach Polen sind Busreisen.

Überhaupt hat die Bustouristik eine wichtige Bedeutung für Osteuropa: 21% aller Urlaubsreisen nach Slowenien und 18% aller Reisen nach Ungarn werden mit dem Bus unternommen. Es zeigt sich eindeutig, der Busreisende ist bei den Zielen sehr vielfältig und sucht nicht nur Sonne und Strand.

Doch auch die Hotellerie profitiert in den letzten Jahren zunehmend von Busreisenden. Bei 72% aller Busreisen wird das Hotel als Unterkunft genutzt. Das ist ein Plus von 5%-Punkten gegenüber dem Vorjahr.

Doch in Deutschland lassen sich auch besonders busaffine Bundesländer erkennen, deren Bevölkerung Freude an der Busreise hat. Da liegt Nordrhein-Westfalen eindeutig vor Bayern und Hessen. Die Reiseausgaben liegen im Mittelwert pro Person und Busreise bei 783 €. Der Busreisende ist im Durchschnitt 59 Jahre alt.

Vergessen darf man bei dieser Analyse aber nicht, dass grundsätzlich alle Destinationen von deutschen Busurlaubsreisen profitieren. Denn die Bustouristik verlängert die eigentliche touristische Hauptsaison, da ihre Spitzenzeiten in den Monaten Mai, Juni und September liegen. Juli und August sind die Hauptreisezeiten aller sonstigen Urlauber. Übrigens: Die durchschnittliche Dauer deutscher Busurlaubsreisen beträgt 9 Tage.

Incoming mit dem Bus
Bei den Urlaubsreisen, die aus ganz Europa nach Deutschland gehen, beträgt der Marktanteil des Reisebusses als Hauptreiseverkehrsmittel 9% und hat damit gegenüber dem Vorjahr 1%-Punkt zugelegt. Es wurden nur die Gäste erfasst, die mit dem Bus nach Deutschland einreisen. Touristen, die bspw. mit dem Flugzeug anreisen – bei Reisen aus Übersee immerhin 97% – und dann zu Rundreisen mit dem Bus starten, sind dabei nicht erfasst.

Trends bei den Städtereisen
Nachdem im letzten Marktforschungsbericht der Bereich Rundreisen genauer betrachtet wurde, analysiert der RDA in diesem Jahr, zusätzlich zu der Standarduntersuchung, aktuelle Trends bei den Städteurlaubsreisen. Zur internen Info: Die Reiseart der Städtereise wurde in der RA2017 zum ersten Mal auf Basis der Urlaubsreisen ab 5 Tage Dauer abgefragt. Vorher geschah dies immer nur auf Basis der Kurzurlaubsreisen. Aus diesem Grund lassen sich keine Vergleiche mit Zahlen aus den Vorjahren ziehen.

Städtereisen stehen bei den deutschen Reisenden hoch im Kurs. Rund ein Drittel der deutschsprachigen Bevölkerung hat Interesse an einer Städtereise in den nächsten drei Jahren. Gerade in- und ausländische Metropolen, vor allem Berlin und London, boomen als Ziele für eine Städtereise. Am liebsten wird hierbei im Hotel übernachtet, welches oftmals einzeln gebucht wird.

Die Städtereisenden wollen während ihrer Urlaubsreise die besuchten Städte erkunden, Sightseeing betreiben und die Kultur kennenlernen. Während die Reisenden in einer fremden Metropole Abstand zum Alltag gewinnen, wird auch gerne der eine oder andere Shoppingtrip unternommen.

National dominiert Berlin bei den Städteurlaubsreisezielen, vor Städten aus Bayern, der Hansestadt Hamburg oder Städten aus Baden-Württemberg und Sachsen. International ist die Bandbreite gewaltig: Da liegen italienische Städte vor solchen aus Asien/Australien, gefolgt von Großbritannien, Spanien und Nordamerika/Kanada.

So erklärt sich auch, warum das Flugzeug mit 34% den höchsten Anteil als Verkehrsmittel bei den Städtereisen hat, gefolgt vom Pkw (33%), dem Bus (13%), der Bahn (11%) und dem Schiff (4%). Die Reiseausgaben betragen pro Person und Städteurlaubsreise im Mittelwert 998 €. Und auch hier dominieren bei der Herkunft die reisefreudigen Nordrhein-Westfalen mit 25% Anteil vor den Baden-Württembergern (17%) und Bayern (10%).

Lassen Sie mich bei den schönen Erfolgen der Städtereise eines nicht vergessen: Wir stehen gerade dort vor großen Herausforderungen, durch die zunehmenden Restriktionen, die u.a. den Reisebus betreffen. Einfahrtsverboten zunächst für bestimmte Motorentypen folgt jetzt der Ruf nach grundsätzlicher Verbannung von Dieselmotoren.

Das würde dem Städtetourismus spürbaren Schaden zufügen. Der Bus, als das bislang nachweislich ökologischste aller Verkehrsmittel, gerät plötzlich ins Hintertreffen im Vergleich zum wesentlich höher belasteten Individualverkehr. Es wird also weiter eine unserer wichtigsten Verbandsaufgaben bleiben, dagegen entschieden und konsequent vorzugehen. Ein weiterer Aspekt, gegen den wir angehen müssen, ist die Überlegung der Einführung einer Maut für Busse auf der Autobahn.

Der Fernlinienbus – weiterhin eine Erfolgsgeschichte
Der Fernbus macht weiter von sich reden. Wer hätte das gedacht. Die Liberalisierung des Fernbusmarktes hat uns neue Möglichkeiten verschafft, die sicherlich auch im touristischen Bereich noch außerordentlich viel Potenzial nach oben haben. Die Busreise ist jetzt im Gespräch. Bei der jüngeren Klientel ist „mit dem Bus zu reisen“ plötzlich nicht mehr uncool.

Die Entwicklung dieses Marktes hat den Bus für viele Kundengruppen richtig attraktiv gemacht. Immer mehr Menschen nutzen den Fernbus, um sich zuverlässige Mobilität zu attraktiven Preisen zu verschaffen. Geschäftsreisende entdecken diese Beförderungsart und wurden durch die Bahn- und Flugstreiks in den letzten Jahren förmlich in die Fernbusse getrieben. Das Streckennetz wird immer dichter und verschafft so vielen Menschen die Gelegenheit, leichter zu ihren Zielen zu kommen.

Gleichzeitig sehe ich aber auch ein gewisses Risiko im Monopol eines Quasi-Alleinanbieters. Die Marktaustritte bekannter Namen, allein seit Ende letzten Jahres machen nachdenklich. Der Wettbewerb kommt so zum Erliegen. Der größte deutsche Anbieter FlixBus kauft mittlerweile auch im Ausland zu, nachdem der deutsche Markt eigentlich leergefegt ist. Und der Expansionsdrang scheint kein Ende zu finden.  

Hinzu kommt aber auch ein Verbraucher, gerade bei den Fernbussen, der mündig, kritisch und fordernd ist. Wir haben es hier vielfach mit einer Generation zu tun, für die Social Media in Fleisch und Blut übergegangen ist. So wird insgesamt die Digitalisierung unserer Branche eine riesige Herausforderung.

Und last but not least, hat der Erfolg des Fernbusses auch den Fachkräftemangel verschärft. Es fehlt vor allem mittel- und langfristig an Busfahrern. Deshalb müssen wir an unserem Nachwuchs arbeiten und ausbilden.

Deutschland vor der Wahl
Am 24. September 2017 wählen Bürger in Deutschland, einen neuen Bundestag. Die Wahl wird nicht nur die politische Agenda für die kommenden vier Jahre definieren, sondern sie hat auch Einfluss auf die zukünftige Tourismuspolitik. Der RDA als Interessenvertreter der Bus- und Gruppentouristik bringt sich kontinuierlich in die Gestaltung der Tourismuspolitik in Berlin und Brüssel ein. Die Bundestagswahl ist nun eine wichtige Plattform, um die Interessen und Prioritäten der Branche konzentriert an die zur Wahl stehenden Parteien zu vermitteln. Dazu haben wir Wahlprüfsteine entwickelt, die wir den Mitgliedern als Diskussionsgrundlage mit Politikern zur Verfügung stellen.

Nicht jede Branche bringt die Welt ins Rollen – Wir schon.
So lautet der Slogan der Bustouristik innerhalb der Branchenkampagne der Tourismuswirtschaft unter dem Motto „Auf Zukunft gebucht – die Tourismuswirtschaft“. In Vorbereitung auf die Bundestagswahl, hat der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft, BTW, diese Branchenkampagne initiiert. Sie zeigt seit Herbst 2016 die Relevanz der Tourismusbranche als Arbeitgeber und Wirtschaftskraft.

Und bevor sich das politische Berlin in der letzten Woche in die Sommerpause verabschiedet hat, haben der RDA und weitere führende Vertreter der Tourismusbranche, unter dem Dach des BTW, noch einmal das Gespräch mit der Bundespolitik gesucht und so für die Bedürfnisse der Tourismusbranche demonstriert – stilgerecht in Strandkörben vor dem Reichstag.

Die Strandkörbe symbolisieren eine wirtschaftsstarke Querschnittsbranche, die in Deutschland für 3 Millionen Arbeitsplätze und rund 4 Prozent der Bruttowertschöpfung steht. Dass Wachstum aber auch in der Tourismusbranche keine Selbstverständlichkeit ist, hat die jüngst veröffentlichte Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ gezeigt: In absoluten Zahlen legten Umsatz, Wertschöpfung und Beschäftigung zwar weiter zu – andere Branchen konnten zuletzt aber stärker wachsen.

Keine Urlaubsteuer
Eines der drängenden Branchenprobleme ist die „Gewerbesteuerliche Hinzurechnung des Hoteleinkaufs“. Diese gefährdet ganz aktuell Existenzen und, wenn sie so umgesetzt wird, kann man hierbei schon von einer Urlaubssteuer reden.

Seit der Gewerbesteuerreform werden angemietete Objekte wie Ladenflächen, Büros oder Produktionsflächen der Gewerbesteuer hinzugerechnet. Die Finanzverwaltungen behandeln aber per Auslegung des Gesetzestextes auch Unterkunftsleistungen der Reiseveranstalter in dieser Form. Der Einkauf von Hotelbetten wird wie Anlagevermögen bewertet. Das ist eine fatale Fehlinterpretation. Sie treibt nicht nur die Steuerlast deutlich in die Höhe. Sie verzerrt auch massiv den Wettbewerb, weil sie z.B. für Hotelvermittlungsplattformen wie HRS oder Reiseveranstalter mit Sitz im Ausland nicht gilt, selbst wenn sie im deutschen Markt tätig sind.

Sofern die Finanzverwaltungen der Länder ihre aktuelle Auslegung des 2008 geänderten Gewerbesteuergesetzes beibehalten, ist die Existenz zahlreicher kleiner und mittlerer Reiseveranstalter akut bedroht. Große Konzerne spielen mit dem Gedanken von Standortverlagerungen, was zur Abwanderung vieler Arbeitsplätze führen könnte.

Ein Urteil in einem von Teilen der Politik zu einem Musterverfahren hochstilisierten Prozess hat erstinstanzlich keine Klarheit gebracht. Das Gericht hält die Gewerbesteuerliche Hinzurechnung in Teilen für zulässig – und zwar nur für den so genannten Nettokaltmieteanteil. Dies ist jedoch in der Praxis nicht umzusetzen, da kein Veranstalter – weder Konzerne noch mittelständische Busreiseveranstalter – die Nettokaltmiete vom Hotel einzeln ausgewiesen bekommt. Dazu müssten die Hoteliers (freiwillig) ihre Kalkulationen offen legen. Das Urteil hat in seiner praxisfremde gezeigt, dass das Thema auf politischer Ebene gelöst werden muss. Die Politik muss schnellstmöglich eine Lösung finden, die Rechtssicherheit schafft und verhindert, dass die Gewerbesteuerliche Hinzurechnung bei der Anmietung von Hotelzimmern greift!

Omnibusunternehmen wollen modernisieren und investieren
Nach diesem negativen Szenarium möchte ich es mir nicht nehmen lassen, mit einem positiven Ausblick zu schließen.

Trotz der rückläufigen Anzahl an Omnibusunternehmen, die im Gelegenheitsverkehr operieren, sind die Fahrgastzahlen weitestgehend stabil. Seit der Liberalisierung des Fernbuslinienmarktes ist Jahr für Jahr ein steigendes Fahrgastaufkommen zu beobachten.

Der Fokus der touristischen Betriebe liegt weiterhin auf der Modernisierung und Ersatzbeschaffung. Zusätzlich hierzu gewinnt der Aspekt des Umweltschutzes für Reisebüros, Reiseveranstalter und Busunternehmen an Bedeutung. 24,4% der Busunternehmen planen gezielte Investitionen in den Umweltschutz.

Trotz weiterer geplanter Kostensenkungsmaßnahmen der deutschen Omnibusunternehmen, wird der Fokus bei 85% der Betriebe nun auf die Modernisierung und Ersatzbeschaffung gelenkt.

Kontakt

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Telefon: +49 2244 90 33 33
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RDA-Pressesprecher
Dieter Gauf

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