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24.11.2016

EACT-Meetings in Brüssel am 15. November 2016

Eine Delegation der European Alliance for Coach Tourism (EACT) traf sich am 15. November 2016 zu verschiedenen Terminen in Brüssel, um sich mit Mitgliedern des Parlaments und der Kommission auszutauschen. Das Brüsseler Parkett gehört zu den wichtigen Handlungsplätzen der EACT und des RDA, wenn es um die Wahrung und Durchsetzung der Interessen der Gruppen- und Bustouristik geht.

Diese politischen Arbeitstermine bestritten Stephen Smith, Chairman EACT, CPT, Dieter Gauf, Generalsekretär der EACT und RDA-Hauptgeschäftsführer, Kjell Peterson und Toni Schönfelder, Swedish National Coach Organisation SB, Kevin Traynor, CTTC, Paul White, CPT, sowie Sandra van de Walle, EACT EU-Vertreterin und RDA-EU-Beauftragte.

Mit dem deutschen EU-Abgeordneten Jens Gieseke, EVP-Fraktion und Mitglied des Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, diskutierte die Delegation allgemeine Umweltfragen und erläuterte, warum der umweltfreundliche Reisebus von Einfahrverboten in verschiedene Städte ausgenommen werden sollte. „Ein Reisebus ersetzt in der Regel 30 Pkw“, so die EACT-Vertreter.

Weiter wiesen sie daraufhin, dass der Einsatz von alternativen Kraftstoffen wie GTL (Gas to liquid) Potenzial zur Minderung der Abgas- und Lärmbelastung beinhaltet. Der RDA hatte sich kürzlich in Schreiben an die Umwelt- und Verkehrsminister der Bundesländer und die entsprechenden Bundesministerien gewandt und auf den vielversprechenden Ansatz zur deutlichen Senkung von Schadstoffausstößen bei der Verwendung sauberer GTL-Kraftstoffe hingewiesen. In den Niederlanden, Großbritannien, Finnland, Schweden und Norwegen sei GTL bereits im Einsatz. Zudem steht noch ein Gerichtsentscheid bzgl. des Emissionsniveaus in Deutschland aus. Die EACT wird ein entsprechendes Positions- und Argumentationspapier zur Verwendung von GTL erstellen.

Mit Raphael Crinier, Berater der Ständigen Vertretung Frankreichs bei der EU für das Thema erdgebundene Transporte, wurde über den Vorschlag des Bürgermeisters von Paris diskutiert, dass ab dem Jahr 2020 nur noch Elektrofahrzeuge Zufahrt zum Zentrum von Paris haben sollen. Dies hätte nicht nur enorme Auswirkungen auf den individuellen Tourismus, sondern würde auch Busunternehmen abschrecken. Die Teilnehmer waren sich einig, dass auch über das Jahr 2020 hinaus Reisebusse mit Euro 6 unbegrenzt Zugang zum Zentrum von Paris haben sollten.

Bei dem Treffen mit dem Belgier Eddy Liégeois, Leiter Landverkehr bei der General Direktion Move, erörterte dieser, dass sich das Weißbuch Verkehr in der finalen Phase befinde und unter der maltesischen Präsidentschaft abgeschlossen werde. Liègeois machte ferner deutlich, dass sich die EU-Kommission im Laufe des Jahres 2017 auf folgende Untersuchungen konzentriere:

1. Zugang zum Beruf
2. Sozialgesetzgebung
3. Arbeitnehmerentsendung
4. Straßenladung und Interoperabilität der Mautgebühren.

Vorschläge für den Zugang zum Markt für Reisebusse werden voraussichtlich erst Ende 2017 in Betracht gezogen. In der ersten Hälfte des Jahres 2017 würde eine Folgenabschätzung durchgeführt, die die nationalen Linienverkehre in der gesamten EU und den Zugang zu Fernbusterminals untersucht, so Eddy Liégeois.

Darüber hinaus verfolge die Kommission einen selektiven Ansatz, um mögliche Änderungen der Ruhe- und Arbeitszeitregelungen zu prüfen. Er forderte die EACT-Mitglieder auf, dies zu unterstützen, und ihre Position in der derzeit laufenden Konsultation - bis zum 11. Dezember - mitzuteilen. Liegeois machte deutlich, dass eine Konzentration der EACT-Mitglieder auf einige zentrale Punkte erfolgversprechender sei, als Lobbyarbeit mit der Gießkanne, wie man an der 12-Tage-Regelung deutlich sehen könnte.

Die EACT-Mitglieder wiesen darauf hin, dass die derzeitige Lenk- und Ruhezeitenregelung verbesserungsbedürftig ist. Eddy Liégeois dankte der EACT für ihren Beitrag zu der Debatte über die Erreichbarkeit von Fernbusterminals und informierte darüber, dass zu dem Thema die finale Sitzung der Arbeitsgruppe am 5. Dezember stattfindet.

Kontakt

Annette Heinemann
Telefon: +49 2244 90 33 33
Telefax: +49 2244 87 74 22
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