Das starke Netzwerk für Gruppenreisen
rda.de > News & Presse > Nachrichten > Sicherheit & Umwelt > Sicherheit Details

Nachrichten Detailansicht Sicherheit & Umwelt

15.11.2012

TÜV-Report interpretationsbedürftig

Der am 14. November 2012 vorgestellte TÜV-Report zur Bussicherheit erschien unter dem Tenor, die Zahl der festgestellten Mängel anlässlich der HU von Bussen sei gestiegen. Angesichts der leichten Steigerung der Mängelquote hat der RBI-Sicherheitsbeauftragte Johannes Hübner nach einer ersten Analyse zusätzliche Informationen bereitgestellt, die sich dem TÜV aus seiner Prüfroutine  nicht erschließen, uns aber in unserer Unfallanalyse auffallen. Diese Informationen wurden gezielt an ausgewählte Medien-Adressaten gegeben, um die Informationen zur Bus-Sicherheit in Bezug zu den Nutzungsbedingungen zu stellen.

Der Internationale Bustourismusverband IBV begrüßt diese Reaktion um eine weitere öffentliche Verunsicherung zu vermeiden.

Bus-Sicherheit leidet unter Straßenzustand

Mit großer Sorge stellen die Experten der RDA Bussicherheitsinitiative RBI fest, dass die straßenbaulichen Bedingungen negative Auswirkungen auf die Sicherheit des Busbetriebes haben. Die im aktuellen TÜV-Report Bussicherheit sichtbare Steigerung der Schäden an Struktur, Fahrwerk und Lenkung sind nach ihrer Ansicht maßgeblich auf den schlechten Straßenzustand, die zunehmende Verwendung von Holperschwellen, künstlichen Verengungen und enggefassten Kreisverkehren und Verkehrsinseln mit scharfkantigen Begrenzungen zurückzuführen. Ein Bus muss im täglichen Verkehr einen gefährlichen Slalom von Umfahrungen bei gleichzeitigen Brems- und Beschleunigungsvorgängen absolvieren, der in Verbindung mit schlechter Fahrbahnoberfläche, tief versenkten Kanalschächten und ausgewaschenen Fahrspuren zu Schäden führt, die für Fahrer und Halter im Zeitraum von 12 Monaten oftmals zwar nicht spür-und sichtbar sind, aber bei der jährlichen HU auffallen. Die erheblichen Einflüsse auf die Struktur des Fahrzeuges schlagen sich auch im Bereich Motoraufhängung, Dichtigkeit von Aggregaten und sogar Lebensdauer der Beleuchtungseinrichtungen nieder, ganz abgesehen davon, dass sie Sicherheit und Komfort der Fahrgäste beeinträchtigen. Angesichts der hohen Belastung der Fahrzeuge durch die Beschaffenheit der Straßen ist die im TÜV-Report sichtbare Tatsache, dass im Mittel rund 85% aller Busse auf Anhieb die Überwachungsplakette erhalten, als überdurchschnittlich gut zu werten, insbesondere, wenn man die durchschnittliche Fahrleistung der untersuchten Fahrzeuge von mehr als 300.000 Kilometern und das Alter in Rechnung stellt. Die Busunternehmen unterstützen mit Erfolg seit Jahren aktiv alle Maßnahmen zur Steigerung der Sicherheit, was zu einem im europäischen Vergleich besonders hohen Sicherheitsniveau in Deutschland geführt hat. Der IBV fordert deshalb eine stärkere Berücksichtigung der Belange des Busverkehrs im Sinne des europäischen Straßensicherheitsprogramms EuroRAP, das zu Recht von einer sicheren und leitenden Funktion der Straße ohne Gefahrerhöhung ausgeht. Den sinkenden Mitteln für Bau und vor allem Erhalt der Straßen stehen derzeit  massiv steigende Kosten für Reparatur und Unterhalt der Fahrzeuge seitens der Unternehmen gegenüber, weil der Verkehrsraum zunehmend busfeindlich ausgestaltet ist. Diese Benachteiligung muss auch im Hinblick auf verbraucherfreundliche Fahrpreise schnellstmöglich beseitigt werden.

Inzwischen hat der TÜV auch seinerseits in den Medien ergänzend betont, der Bus behalte trotz der erwähnten Veränderung der Mängelquote seinen Status als weiterhin sicherstes Landverkehrsmittel. Wir werden den TÜV-Report akribisch auswerten und dabei unbedingt und gern auch auf Erfahrungen zur HU, aber auch zur Straßenbeschaffenheit, aus unserem Mitgliederkreis zurückgreifen. Denn letztendlich sollen ein Sicherheitsgewinn und Hinweise auf vorbeugende Maßnahmen dabei im Vordergrund stehen.

Joh. Hübner, RBI-Koordination
Tel.: +49 (0)6031 965 90 -90, Fax: -99
mobil: +49 (0)152 246 123 11
e-mail: huebner@autoconsult.eu

Kontakt

RDA Internationaler Bustouristik Verband e.V.
Hohenstaufenring 47-51
50674 Köln
Telefon: +49 221 91 27 72 0
Telefax: +49 221 12 47 88
E-Mail: info @rda .de

Benutzer Anmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden: