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26.02.2014

Preiswertes Löschsystem besteht RDA-Test

Nach Erkenntnissen der Sachverständigenorganisation DEKRA und der RBI-Statistik des RDA entstehen 75% aller Bus-Brände im Motorraum. Die weiterführenden Ermittlungen der Experten des RDA-Sicherheitsmonitorings RBI zeigen, dass dabei an vorderster Stelle Alterungs-Erscheinungen am Hochdruck-Hydraulikschluch der Servolenkung im Bereich Übergang vom  Motorraum zum Chassis und an zweiter Stelle Undichtigkeiten in der Ölversorgung Turbolader stehen. Beide Ursachen führen zu Feuer im Motorraum, das vom Fahrer oft lange unbemerkt bleibt, wenn es im Motorraum keinen Brandmelder gibt, weil er keine Beeiträchtigungen in Lenkung oder Leistungsverhalten spürt. Wird der Bus schließlich doch angehalten, hat das Feuer im Heck eine Größe erreicht, die für die Evakuierung der Fahrgäste nur wenig mehr als 2 Minuten lässt, bevor der Brand und vor allem der Rauch, in den Innenraum übergreifen. Das Fahrzeug brennt danach meist unrettbar aus.
Die Firma AKH in Gera hat mit dem Feinst-Pulver-Löschsystem IFE 2009 eine Anlage im Angebot, die entstehende Brände oberhalb einer Entzündungstemperatur von 170 Grad selbst entdecken und automatisch binnen Sekunden mit einem Schockwellen-Pulverangriff so löschen soll, dass das Fahrzeug nach Reparatur der eigentlichen Brandursache sogar weiter gefahren werden kann.
Das Löschmittel selbst entwickelt danach keine schädlichen Säuren, es kann mit einem weichen Wasserstrahl ohne Beeinträchtigung der Umwelt abgewaschen und darf über die Kanalisation entsorgt werden.
Die Spezialisten des RBI-Sicherheitsmonitorings wollten wissen, ob das System tatsächlich wirksam ist und  den entscheidenden Vorteil bieten kann, dass der Innenraum des betroffenen Busses vom Feuer und den Brandgasen verschont bleibt. Dann dürfte das Fahrzeug nach Reparatur der Schadenursache und Reinigung des Brandortes direkt weiter verwendet werden.
Auf dem DEKRA-Prüfgelände Sachsenring wurde das Feinst-Pulver-Löschsystem IFE 2009 im November 2013 vom RBI getestet. Alle installierten Löschtöpfe des Systems zündeten bei Erreichen der Auslösetemperatur sofort und sorgten bereits nach 1,4 Sekunden für ein völliges Erlöschen des Feuers, obwohl die Zufuhr von Kraftstoff als Brandbeschleuniger noch nicht unterbrochen war. Zuvor war bei einem Versuch mit einem Linienbus im Beisein des Fensehsenders MDR gezeigt worden, dass das Fahrzeug nach Abspülen des Motorraums und Beseitigung der Leckage, nach wenigen Minuten wieder fahrbereit war und eine Proberunde auf dem Testgelände drehen konnte - das System hat diesen und weitere Tests mit überzeugendem Erfolg bestanden.
Das AKH-Löschsystem kann mit einem Kostenaufwand von rund 1500.- Euro binnen weniger Stunden ohne Eingriff in die Bordsysteme in jedem Bus nachgerüstet werden und bedarf keiner jährlichen Inspektionen. Nach Ablauf der vorgesehenen Nutzungsdauer von 5 Jahren werden lediglich die Löschkörper gegen neue ausgetauscht. Zu dem genannten Preis ist auch die Ausrüstung älterer Fahrzeuge wirtschaftlich und besonders empfehlenswert, wenn der Motorraum nur schlecht zugänglich ist.
Deshalb wurde das System im Dezember 2013 zum Beispiel in den Doppeldecker-Gastronomiebus des Berliner Unternehmens  "Gourmet-Liner" installiert, weil dieses Fahrzeug am Heck seine komplette Stromversorgung mitführt, die den Zugang zum Motorraum erschwert. Im Gourmet-Liner genießen bis zu 32 Gäste ein mehrgängiges Menu an verschiedenen Aussichtspunkten.
Die Experten von RBI empfehlen, trotz Installation des hoch wirksamen Löschsystems IFE 2009 nicht auf die Verwendung von Brandmeldern zu verzichten, damit alle Riskobereiche eines Busses wirksam vor den immens gefährlichen und teuren Folgen eines Feuer geschützt sind.
Es wäre empfehlenswert, dass Versicherungen den betreffenden Unternehmen nach dem Einbau des Feinst-Pulver-Löschsystems IFE 2009 besondere Konditionen anbieten.

Kontakt

RDA Internationaler Bustouristik Verband e.V.
Hohenstaufenring 47-51
50674 Köln
Telefon: +49 221 91 27 72 0
Telefax: +49 221 12 47 88
E-Mail: info @rda .de

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