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25.03.2016

Unfall mit 12 Toten in Frankreich betrifft illegalen Transport

Der tragische Unfall mit 2 getöteten Portugiesen am Karfreitag bei Moulins in Frankreich rückt nach Ansicht des RDA die bislang kaum bekannten illegalen Ferntransporte von Menschen ins Licht der Öffentlichkeit. Dabei werden Personen gegen Entgelt von dafür nicht konzessionierten Anbietern in illegal genutzten Transportfahrzeugen über weite Strecken befördert. Mit einem gültigen europäischen Führerschein dürfen in Europa mit Kleinbussen aber nur maximal 9 Personen inklusive Fahrer transportiert werden.

Deshalb handelt es sich bei der tragischen Kollision in Mittelfrankreich nicht um einen Busunfall. Die große Zahl getöteter Reisender scheint im Fall Moulins darin begründet zu sein, dass für einen Teil der Passagiere keine fest installierten Sitze vorhanden und deshalb wohl fast alle Passagiere nicht angegurtet waren. Nur der Fahrer überlebte dank Sicherheitsgurt, obwohl er in der direkten Aufprallzone saß.

Auch im Transit durch Deutschland sind nach Erkenntnissen der RDA-Sicherheitsorganisation RBI täglich solche illegalen Transporte mit im Laderaum versteckten Personen unterwegs, die vor allem auf den Ost - West-Magistralen und in Richtung Südspanien und Portugal besonders billige Fahrten zwischen Heimatland und Arbeitsstelle anbieten. Sie sind meist daran zu erkennen, dass es vor dem Laderaum nur in der Schiebetür und gegenüber Seitenfenster gibt, die oft schwarz foliert sind, um den Blick ins Fahrzeug zu verwehren. Sie halten zur Pause meist im LKW-Bereich großer Rastplätze, wo der Ein- und Ausstieg der zu großen Passagierzahl nicht auffällt. Manchmal sind sie auch zu zwei oder mehr Fahrzeugen unterwegs, damit die Passagiere bei einer möglichen Kontrolle nicht zuzuordnen sind. Charakteristisch ist auch der Start am späten Abend nach dem Ende der Arbeitszeit der Mitfahrer, der das Unfallrisiko drastisch erhöht.

Vorstand und Mitglieder des RDA trauern mit den Familien der Opfer und fordern aus dem gegebenen Anlass verstärkte Kontrollen derartiger Fahrzeuge auf den bekannten europäischen Magistralen. Gleichzeitig weist der RDA darauf hin, dass die illegalen Fahrten kaum billiger sind, als die geprüften, sicheren und etablierten Fernbus-Angebote, bei denen die Rechte der Reisenden gewahrt und die Passagiere auch versichert sind. 20 Euro Preisdifferenz sind es nicht wert, bei einem illegalen Ferntransport Leben oder Gesundheit zu riskieren.

Für Rückfragen: 
Joh. Hübner, Leiter RBI-Koordination im RDA e.V.
Tel.: +49 (0)6031 965 90 -90, mobil: (0)152 246 123 11,
E-Mail: huebner @autoconsult .eu
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