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09.04.2018

67. RDA-Mitgliederversammlung: Punktlandung auf vielen Ebenen

RDA-Präsident Benedikt Esser, seit einem Jahr im Amt, erörtert seinen Jahresbericht.

Benedikt Esser nach seinem Bericht.

Heinrich Marti leitete die Sitzung.

Am Vortag der Group Travel Expo in Friedrichshafen fand am 9. April die Mitgliederversammlung des RDA statt. In seinem ersten Lagebericht zur Situation der Branche und des Verbandes erörterte RDA-Präsident Benedikt Esser u.a. die vielfältigen politischen Lobbykampagnen aber auch wichtige Änderungen im Verband. „Im RDA hat sich im letzten Jahr viel verändert.“

Esser machte einführend deutlich, dass eine der wichtigsten Errungenschaften des RDA und der Bus- und Gruppentouristik die Schaffung einer Einkaufsplattform für die Branche aus der Branche gewesen sei. Dies sichere ihr gerade heute Beschaffungssicherheit auch im Haifischbecken der touristischen Konzerne. Es gelte, der Branche diesen Marktplatz zu erhalten, auszubauen und dem Verband diese Basis für die Erfüllung seiner Aufgaben zu sichern. Erste Priorität habe auch die Besucherzufriedenheit.

Der RDA-Präsident zeigte sich überzeugt: „Bei der RDA Group Travel Expo haben wir den Gordischen Knoten durchschlagen. Vor allem bei den Dauerthemen und Dauerfragen nach Termin, Standort und Dauer.“ Die Diskussion um den „Dritten Tag in Köln“ habe sich nun ebenso erledigt wie die Termindebatte. Die Einrichtung des Doppelpacks Köln und Friedrichshafen sei nun wie der Befreiungsschlag zumal an den zwei besten Standorten des Landes platziert: Dem Dreiländereck und an der Rhein-Main-Ruhr-Schiene.

Darüber hinaus seien die Ausstellerkonditionen von Bremsklötzen befreit worden, indem die Kopplung an die Mitgliedschaft abgelöst wurde durch ein Preisgefüge, das dem ausstellenden Mitglied entscheidende finanzielle Vorteile biete.

Esser betonte, dass die RDA Group Travel Expos erheblich modernisiert wurden, angefangen beim Namen in 2017. Zunehmend erledige die Geschäftsstelle alle Aktivitäten rund um die RDA Group Travel Expo. Dies habe natürlich auch Einfluss auf die Wertschöpfung, die verstärkt im Hause verbleibe. Die direkte Aussteller- und Mitgliedernähe würde ebenfalls davon profitieren. Esser: „Die Verinnerlichung dieser Entwicklungen durch Aussteller und Besucher kann nicht in einem Jahr erfolgen. Wir sind überzeugt, dass sich diese Strukturen jedoch durchsetzen und den Mitgliedern und dem RDA dauerhaft pulsierende Marktplätze bieten.“ Erstmals werden auch die Ausstellerunterlagen für 2019 direkt verteilt. Esser Fazit: „Läuft beim RDA.“

Esser kündigte auch an, dass Mitgliederversammlungen künftig wieder eigenständig stattfinden sollen. Angedacht seien terminlich die Monate Oktober und November.

Politische Lobbyarbeit
Die „Gewerbesteuerliche Hinzurechnung“ bezeichnete der RDA-Präsident als Menetekel der Touristik. „2017 Jahr war das gängige verbandspolitische Instrumentarium mit Anschreiben, schriftliche Appellen, Gutachten, Stellungnahmen, Gesprächen, Anhörungen, Belege für die gravierenden Nachteile usw., zur Abwendung der Gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von touristischen Leistungen ausgeschöpft.“

Die meisten Tourismuspolitiker konnten bis dahin überzeugt werden. Selbst der damalige Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Siegmar Gabriel forderte eine Korrektur, aber letztendlich prallte alles am Bundesfinanzministerium und den politischen Sprachrohren der Kommunen ab.

So hat der RDA eine Allianz mit den touristischen Verbänden asr, BTW, DRV und DTV geschmiedet und eine Kampagne gegen die Urlaubssteuer ins Leben gerufen. Esser: „Wir tragen diese steuerliche Absurdität in die Öffentlichkeit. Der Begriff Urlaubssteuer wird heute schon in der Branche unisono genutzt und ist auch in der Politik angekommen.“ FAZ, Bild, Die Welt aber auch diverse Rundfunkanstalten haben dieses Thema aufgegriffen. „Bringt die Urlaubssteuer in die Busse, erklärt worum es geht.“

Bei der Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht war der RDA ebenfalls stark gefragt. Bereits im Vorfeld hatte sich der RDA bei der EU-Kommission für ein gemäßigtes Vorgehen bei der Neufassung der Pauschalreiserichtlinie eingesetzt und konnte u.a. erreichen, dass die Absagemöglichkeit bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl sowie die Preiserhöhungsmöglichkeit beibehalten wurden. „Dies ist für uns essentiell wichtig gewesen.“ Auch im Rahmen der Anhörungen beim deutschen Gesetzgeber habe der RDA sehr engagiert versucht, das zu retten, was es für die Busreiseveranstalter und die Branche insgesamt zu retten galt.

Finanzielle Punktlandung
Abschließend freute sich RDA-Präsident Esser, dass in seinem ersten Amtsjahr trotz vielfältiger Aktivitäten und Investitionen, wie bspw. in neue Hard- und Software, im Haushalt eine klare Punktlandung hingelegt wurde.

Die Ausgaben der politisch notwendigen Kampagne zur Urlaubssteuer wurden in Teilen durch eine höhere Ausschüttung der RDA Workshop Service GmbH (jetzt RDA Expo GmbH) gegenfinanziert. Esser: „Unter Berücksichtigung der Kosten der Kampagne und deren Gegenfinanzierung haben wir in allen anderen Positionen Punktlandungen bezüglich Erlösen und Kosten erreicht!“

Esser dankte auch seinen Vorstandskollegen: „Ich bin froh, dass dieser Vorstand sich so rasch zu einer schlagkräftigen und vor allem kollegial und verlässlich zusammenarbeitenden Truppe zusammengefunden hat und möchte mich bei dieser Gelegenheit auch öffentlich bei allen meinen Vorstandskollegen für Ihren Rat und die wirklich hervorragende, vertrauensvolle und mich immer wieder motivierende Zusammenarbeit herzlich bedanken. Es hat Spaß gemacht. Und bei diesem Teamwork will ich auch Manfred Schürmann nicht vergessen, der als Vorsitzender des Beirats der RDA Group Travel Expo mit Rat und Tat zur Seite stand.“

Verbandsaktivitäten im Wahljahr
Hauptgeschäftsführer Dieter Gauf beleuchtete in seinem Verbandsbericht die zahlreichen Aktivitäten des Verbandes im zurückliegenden Jahr. Politische Interessenvertretung, Netzwerk, Service und Schutz, Know-how-Transfer und der Erfolg der RDA Group Travel Expo seien die Kernaufgaben des Verbandes. Die RDA-Akademie und die Marktforschung seien weitere Kernthemen des RDA mit vielen Vorteilen für seine Mitglieder. Vor allem das Brüsseler RDA-Büro, unter der Leitung von Sandra van de Walle, sei für die Lobbyarbeit mehr und mehr gefragt. Anschaulich erläuterte Gauf in welchen Verbänden und Organisationen der RDA aktiv ist. Gauf: „Die Stärke des RDA ist auf allen Ebenen ein funktionierendes B2B-Netzwerk.“ Dazu gehöre aber vielfach auch eine gute Portion Kärrnerarbeit.

Die Finanzen des Verbandes erörterte Schatzmeister Bernhard Kirschbaum. Die Rechnungsprüfer attestierten dem RDA eine ordnungsgemäße und sachgerechte Mittelverwendung, deren Bericht vom Rechnungsprüfer Rolf Wieneke vorgetragen wurde. Die von ihm beantragte Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig erteilt, ebenso der Haushalt für das laufende Jahr 2018 beschlossen.

Vorstandspositionen besetzt
Die RDA-Mitgliederversammlung wählte den bisherigen RDA-Vizepräsidenten den Schweizer Heinrich Marti, Marti Reisen, erneut in das Amt. Hannes Staggl, Hotel Hirschen Imst, wurde ebenfalls in seinem Vorstandsamt bestätigt. Als Rechnungsprüfer wurden Rolf Wieneke, Hänschens Reisedienst, und Franz-Josef Münchrath, ITALWEG, einstimmig gewählt. Dr. Uwe Lorzenz, Eberhardt Travel, und Claudia Schwarz, Welterebstätten, wurden zu stv. Rechnungsprüfern gewählt.

Kontakt

Annette Heinemann
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