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05.08.2008

RDA-Workshop Eröffnung, Grußwort Marlene Mortler, Vorsitzende des Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages

Sehr geehrter Herr Präsident Eberhardt,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schramma, Herr Läpple, Herr Sakkas,
meine sehr verehrten Ehrengäste und ich schließe meinen Kollegen aus dem Deutschen Bundestag, Ernst Burgbacher, ganz bewusst mit ein, meine sehr verehrten Damen und Herren, ich freue mich, dass ich zwar nicht zum ersten Mal in Köln bin, aber ganz bewusst zum ersten Mal beim RDA Workshop und ich bedanke mich ganz herzlich für die Einladung.

Herr Schramma, Sie wissen es nicht, ich war im letzten Jahr schon einmal hier, mit der Motorsportgruppe deutscher Bundestag, also auf zwei Rädern und da habe ich mir gedacht, da musst du bald wiederkommen. Es war ein toller Empfang im Rathaus, herzliches Dankeschön, und jetzt leite ich wieder über mit einem herzlichen Dankeschön an den RDA, das Sie an mich gedacht haben.

Sie haben angefragt und ich habe auch spontan gesagt ich komme, um ein Grußwort zu Ihnen zu sprechen. Das hat mehrere Gründe. Erstens schätze ich Sie persönlich sehr. Zweitens schätze ich die Arbeit Ihrer Branche. Sie sind im hohen Maße mittelständisch geprägt, Sie sind dynamisch, kreativ, innovativ und da ich auch ein kleines selbstständiges Unternehmen zu Hause habe, weiß ich, worauf es ankommt.

Meine Damen und Herren,
an der Stelle auch noch einmal ein Dankeschön an Sie, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die ist nicht immer selbstverständlich. An den RDA, ob im parlamentarischen Bereich oder auch mal im persönlichen Bereich, Sie sind für uns wichtige Gesprächspartner in tourismuspolitischen Fragen und damit eine unverzichtbare Informationsquelle.

Und meine Damen und Herren ich bin auch deshalb gerne zum RDA Workshop gekommen, weil es nicht irgendein Workshop ist, sondern weil es eine Messe ist mit Tradition, eine Messe, die sich in hohem Maße etabliert hat, eine Messe, die europaweit, ich möchte fast sagen weltweit, als Leitmesse gilt und gelten kann. Die angesprochenen Zahlen machen es deutlich - über 1.200 Aussteller aus über 40 Nationen und dass ¾ der Aussteller aus dem Bereich Hotellerie, Tourismusorganisationen, Incomingagenturen und aus dem Bereich Themen und Paketreiseanbieter kommen, spricht für sich.

Und lieber Herr Eberhardt auch wenn Sie heute mehr gejammert haben, als ich Sie normalerweise kenne, bin ich überzeugt, dass es auch heute wieder eine Vielzahl von positiven Geschäftsabschlüssen geben wird, die unseren Deutschlandtourismus beflügeln. Denn blicken wir in die Welt hinaus, dann stellen wir fest, dass die UNWTO jedes Jahr Rekordzahlen verkündet. Die Zahl der Reisenden, meine Damen und Herren, steigt weltweit, im Vorjahr haben wir wieder eine Steigerungsrate von 6 Prozent gehabt und sind damit bei über 900 Millionen Menschen, bzw. touristischen Ankünften angekommen.

Aber die Frage für uns lautet natürlich, können wir in Deutschland auch von diesem Kuchen partizipieren? Ich behaupte ja, der Deutschlandtourismus hat auch im letzten Jahr ein glänzendes Bild abgegeben und Sie haben ja dieses tragische Datum, Herr Eberhardt, 9.11.2001, erwähnt, als wir einen massiven Einbruch verzeichnen mussten aber gerade im letzten Jahr konnten wir seit 2001 ein neues Rekordhoch in Deutschland erreichen. Und ich freue mich, dass unsere deutschen Touristen sehr standorttreu sind, auch wenn sie Reiseweltmeister sind, haben sie dennoch zu 30 Prozent im letzten Jahr Ferien im eigenen Land gemacht. Und ich freue mich außerdem, dass Deutschland das beliebteste Reiseziel, so sagen es wenigstens die Zahlen, innerhalb Europas ist, was die ausländischen Ankünfte betrifft. Auch hier konnten wir, konnte Deutschland überproportional um 5 Prozent zunehmen.

Meine Damen und Herren, ich verlasse mich an dieser Stelle sehr stark auf die Prognosen der deutschen Zentrale für Tourismus, die sagt, wir werden unseren Wachstumskurs fortsetzen und sie rechnet auch im nächsten Jahr mit einer Steigerung von 3-4 Prozent. Ich freue mich, dass zu diesen guten Zahlen auch die Busbranche, bzw. der Bustourismus beiträgt.

Wir haben die Wachstumszahlen gehört, gerade auch in einem Interview von Herrn Gauf im Deutschlandfunk, wo er sagt, wir behaupten unsere 8,5 - 10 Prozent von Jahr zu Jahr, das heißt, wir leisten unseren stabilen Beitrag. Und 120 Millionen Busreisende alleine im Jahr 2006 sprechen für sich, meine Damen und Herren.

Und an dieser Stelle weiß ich natürlich wie wichtig es ist, immer wieder die Nase vorne zu haben, diesen hohen Stand zu halten. Deshalb appelliere ich an Sie, setzen Sie weiter auf Qualität, setzten Sie weiter auf individuelle Programme. Es gibt eine bestimmte Zielgruppe in unserem Land die immer mehr wird, die immer älter wird und die älteren Menschen reisen immer mehr und sind, denke ich, ein dankbares Publikum, wenn es um Qualität, wenn es um Zuverlässigkeit und vor allem wenn es um Sicherheit geht.

Problemlose Gepäckbeförderung, professionelle Organisation und Betreuung, sorgloses, entspanntes Reisen, das sind nur Schlagworte, die ich persönlich mit dem Busreisen verbinde.

Und meine Damen und Herren an dieser Stelle noch einmal eine ganz persönliche Anmerkung. Sie treibt nicht nur das Thema hohe Treibstoffkosten um, sondern auch das Thema Feinstaubrichtlinie, bzw. Umweltzonen. Ich könnte jetzt ins Detail gehen, ich kann aber auch mit einem Satz sagen, was mir wichtig ist.

Ich glaube, wir Deutschen dürfen nicht mit überzogenen Maßnahmen glauben machen, dass wir das Weltklima retten können. Wir können und müssen aber Vorbild sein. Und wenn ich die Abfragen in den anderen Mitgliedstaaten sehe, die von Umweltzonen, bzw. Fahrverbot noch nicht einmal was gehört haben, geschweige denn umgesetzt haben, dann frage ich mich, wie gut sind wir als Deutsche hier wieder gewesen, um ganz besonders als Vorbild da zu stehen. Aber man kann auch übertreiben und deshalb habe ich mit den Kolleginnen und Kollegen in der Koalition nicht nur mit dem Tourismusausschuss, sondern auch mit den Umweltarbeitsgruppen intensive Gespräche geführt und Papiere verfasst.

Ich will Ihnen nur signalisieren, wir sind daran, weil es ganz wichtig ist, dass wir hier einheitliche Regelungen kriegen, also bundesweite Regelungen. Am besten wären auch bundesweite Ausnahmeregelungen - vor allem für Busse. Aber das ist ein dickes Brett, das wir hier weiter bohren müssen. Das gilt auch für das Thema Treibstoffpreise.

Der Brief an unsere Bundeskanzlerin ist aus meiner Sicht mehr als berechtigt. Ich bin zwar nicht die Bundeskanzlerin aber ich teile natürlich Ihre Anliegen und Ihre Sorgen weil auch ich weiß, dass es ein schleichender Prozess ist bei verschiedenen Unternehmen, denen das Wasser bis zum Hals steht, und die dann einfach nicht mehr können und aus dem Markt verschwinden ohne viel Aufhebens. Und deshalb haben wir hier aus meiner Sicht eine hohe Verantwortung mit dem Finanzminister, aber auch mit den zuständigen Finanzpolitikern nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Auch hier bleiben wir dran. Ich freue mich außerdem und ich denke da können wir von einer Gemeinschaftsleistung sprechen, dass diese 12-Tage-Regelung, diese unsägliche 12-Tage-Regelung endlich auf einem guten Weg ist. Wenn der Verkehrsministerrat zugestimmt hat, dann kommen wir wieder zu einer vernünftigen Handhabung.

Meine Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Eberhardt,
damit bin ich auf der Zielgeraden. Ich bedanke mich bei Ihnen allen für Ihren Einsatz im Rahmen des RDA Workshops, für Ihre am Anfang angesprochene Kreativität und Dynamik. Sie sind Mittelständler und Sie zeichnen sich in besonderem Maß durch Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein aus. Und ich will an dieser Stelle Ernst Hinsgen zitieren, der es wieder vom Eingangsportal des Domes in Sankt Blasien im Schwarzwald hat, dort steht geschrieben: Die Menschen sind in drei Kategorien einzuteilen sind:

1. Diejenigen, die dafür sorgen, dass etwas geschieht.
2. Diejenigen, die zuschauen, wie etwas geschieht.
3. Die überwiegende Mehrheit, die keine Ahnung hat was überhaupt geschieht.

Sie, meine Damen und Herren, gehören zur ersten Kategorie. Zu der Gruppe Menschen, die die Ärmel hoch krempeln und sich mit Eigeninitiative und viel Engagement für den Tourismus einsetzen. Dafür danke ich Ihnen am Schluss noch einmal ganz herzlich und wünsche dem RDA Workshop auch heute wieder viel Erfolg.

Dankeschön.

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