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05.08.2008

RDA-Workshop Eröffnung, Grußwort Andreas Sakkas, Präsident Corps Touristique

Sehr geehrter Herr Präsident Eberhardt,
Herr Oberbürgermeister Schramma, sehr geehrte Frau Mortler,
lieber Herr Präsident Läpple, meine sehr geehrten Damen, meine Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
herzlichen Dank für die Möglichkeit im Namen der Corps Touristique, der Vereinigung der Fremdenverkehrsämter, der ausländischen Fremdenverkehrsämter und der Eisenbahnen in Deutschland, ein paar Worte sagen zu dürfen.

Wir freuen uns jedes Jahr vom neuen, welche Unterstützung unserer Arbeit wir hier auf dem Kölner RDA Workshop erfahren dürfen. Denn der RDA Workshop ist die weltweit größte Fachmesse, ja die Leitmesse zum Thema Busreise und der Branchentreff für Unternehmen im europäischen Busreisemarkt. Immerhin schon seit 1975, präsentiert die Tourismuswirtschaft im Spätsommer in der rheinischen Metropole ihre Ideen und Produkte. In diesem Jahr beschäftigt uns alle, der hohe Ölpreis mit seinen Berg- und Talfahrten, hatte dies doch auch Auswirkungen auf unsere Arbeit. Sei es durch die hohen Spritpreise an den Tankstellen oder die Kerosinzuschläge bei Flugreisen.

Da die Bustouristik nicht so treibstoffintensiv ist wie die Flugtouristik, stellt sich daher die Frage, kann der Bus in Europa nun besser mit den Airlines und hier vor allem mit den Billigfliegern konkurrieren und mehr bzw. wieder Boden gut machen? Und vergessen wir meine Damen und Herren dabei auch nicht, dass die Bedeutung des Bustourismus selbst bei Fernreisen gerne unterschätzt wird. Gerade bei Flugreisen oder Kreuzfahrten würden die anschließenden Rundreisen oder die täglichen Ausflüge vor Ort ohne Buspartner kaum bedarfsgerecht organisierbar sein. Daher schätze ich es am RDA Workshop besonders, dass man hier so viele neue Trends und Stimmungen einfangen kann, denn gerade beim Thema Treibstoffpreise und deren Einfluss auf unserer aller Business dürfte hier so einiges aufzuschnappen sein.

So heißt es ab heute für drei Tage also wieder, Kontakte knüpfen und pflegen, Erfahrungen austauschen, Inspirationen sammeln, denn das ist auch für uns Ländervertreter fundamental. Der RDA Workshop bietet uns bei Corps Touristique dafür ein ideales Forum. Viele unserer Mitgliedsländer, vor allem in Europa sind beliebte unliterale Busreiseziele und wir tun alles, um Ihnen und Ihren Kunden ein wunderschönes Urlaubserlebnis zu ermöglichen, zumal die Lust auf Reisen ungebrochen scheint, der hiesigen Inflation und allgemeinen Preissteigerung zum Trotz.

Schon für 2007 hatte sich gezeigt, dass es bei gefühlt widrigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, dennoch zu einem deutlichen Wachstum bei den Reiseausgaben kam. Die entsprechende Reisestudie der Dresdner Bank Anfang des Jahres kam zu dem Schluss, dass dies einmal mehr die hohe Bedeutung, die das Reisen in der Präferenzskala der Bundesbürger zeigt. Die Tendenz am Urlaub zu sparen sei deutlich zurückgegangen.

Ihren Titel als Reiseweltmeister konnten die Deutschen daher erneut erfolgreich verteidigen. Kein anderes Land der Erde gibt so viel Geld für Auslandsreisen aus wie Deutschland. Der klare Vorsprung gegenüber dem langjährig zweitplatzierten USA, ist auch dem starken Euro zu verdanken, wie sich im Laufe des Jahres 2008 sicher noch verstärkt zeigen wird.

Und wo hat es sich in Sachen Busreisen die Reiseweltmeister bevorzugt hingezogen - in etliche unserer Mitgliedsländer. Italien führt die Liste der wichtigsten Busreiseziele auch in der jüngsten RDA Reiseanalyse wieder an, trotz spürbarer Verluste. Österreich findet sich wieder auf Platz 2, Spanien dagegen verlor seinen 3. Platz klar an Polen. Tschechien rückt auf Platz 4 auf und Frankreich behauptet seinen Platz 5.

Betrachtet man den Anteil des Bustourismus in den Destinationen, so können sich auch hier die CD-Mitgliedsländer auf diese Reisegruppe verlassen. Ungarn etwa, das traditionell gerne mit dem eigenen PKW bereist wird, kann einen deutlichen Busanteil von 20,5 Prozent ausmachen. In Polen sind es sogar 31,4 Prozent. Der Deutschen liebstes Reiseziel Spanien, ist dagegen fest in Fliegerhand. Über 89 Prozent der Spanienreisenden wählen den Luftweg. Da ist also für Sie noch Busentwicklungspotential.

Gründe alternativ den Bus zu wählen, gibt es vielerlei. Der Reisebus ist immer noch das sicherste und vertrauenswürdigste Verkehrsmittel auf dem Weg in den Urlaub. Und auch beim Thema Umweltfreundlichkeit, fährt der Bus an der Spitze. Da statistisch gesehen jeder Bundesbürger pro Jahr mindestens eine Busreise unternimmt, gibt es also genug zu tun. Unschlagbar ist der Bustourismus bei den Kurz- und Studienreisen. Nun heißt es zudem flexibel auf die Treibstoffpreisachterbahn zu reagieren, und sich neue oder verlorene Territorien zurück zu ergattern, auch für Strecken ins entfernte Ausland. Schließlich haben da andere Reiseformen weniger Spielraum. Das gilt es zu nutzen. Denn die Reiseanalyse 2008 hat gezeigt, dass die Busreisen 1997 einen Anteil von 9 Prozent an allen Reisen hatten. 10 Jahre später aber nur noch 8,5. Also blicken wir optimistisch auf eine erfolgreiche Zukunft und freuen wir uns auf drei kommunikative und inspirative Workshoptage. In diesem Sinne herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Kontakt

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