12.05.2009

RDA unterzeichnet Berliner Erklärung bei Bundesfamilienministerin von der Leyen

RDA-Präsident Richard Eberhardt unterzeichnet im Beisein von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die "Berliner Erklärung".

RDA-Präsident Richard Eberhardt unter zeichnet im Beisein von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die "Berliner Erklärung".

Die Unterzeichner der Berliner Erklärung und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.

Die Unterzeichner der Berliner Erklärung und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.

Am 12. Mai 2009 unterzeichneten gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, Vertreter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), Richard Eberhardt, Präsident des Internationalen Bustouristik Verband RDA, sowie Vertreter der Unternehmen AXA Konzern AG, Galeria Kaufhof GmbH, Pfizer Deutschland GmbH, TÜV Rheinland, Immobilienentwickler Plan Plus Faktor Entwicklungsgesellschaft mbH und der Berufsverband Deutscher Soziologen (BDS) die „Berliner Erklärung“.

"Dieses gemeinsam entwickelte 10 Punkte umfassende Positionspapier erörtert die wünschenswerte Lebenssituation für ältere Menschen“, führt Richard Eberhardt aus. Die besondere Affinität des RDA zum Thema Senioren drückt sich auch dadurch aus, dass der RDA als bislang erster Vertreter der Tourismuswirtschaft zu den Unterzeichnern der Berliner Erklärung gehört.

Ziel dieser Erklärung ist es, dass sich Verbände und Unternehmen für eine aktive unternehmerische Gestaltung des demografischen Wandels unter Berücksichtigung der Potenziale und berechtigten Interessen Älterer stark machen, und die formulieren Ziele bei ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit beachten. Denn, die „grey Generation“ ist schon heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit erheblichen Potenzialen. Um die Chancen des demografischen Wandels nachhaltig zu nutzen, muss die Wirtschaft diese Bevölkerungsgruppe besonders im Blick haben: als Kunde und Gast ebenso wie als Arbeitnehmer.

Richard Eberhardt: „Die über 60jährigen schätzen den Bus als Reisemittel ganz besonders. Fast 20 Prozent aller Senioren fahren mit dem Bus in den Urlaub. Bei den alleinstehenden Senioren sind es sogar rund 30 Prozent. Der Bus ist damit ganz eindeutig das wichtigste Verkehrsmittel für die Urlaubsreise von Single-Senioren. Die Bustouristik ist ohne den „Silver Market“ nicht denkbar.“ Beeindruckend aber auch: Von den rund 64 Mio. Urlaubsreisen in 2008 wurden rund 17 Mio. von Urlaubern zwischen 40 - 59 Jahren unternommen und rund 13 Mio. von Reisenden jenseits der sechzig.

Damit werden rund 63 Prozent aller Reisen von Urlaubern über vierzig durchgeführt. „Der Bus hat für viele ältere Menschen aber auch eine wichtige soziale Komponente. Sei es bei der Urlaubsreise oder bei einer der zahlreichen Tages- und Ausflugsfahrten. Kontakte werden gepflegt, man hat Spaß in der Gruppe und Abwechslung vom Alltag“, führt Eberhardt die Bedeutung der Bustouristik für Senioren aus. „Wir schätzen unsere älteren Kunden, gehen gern auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse ein und die Unterstützung der „Berliner Erklärung“ entspricht unserem Selbstverständnis“, begründet der RDA-Präsident das Engagement. Doch in der Bustouristik zählt nicht nur der ältere Gast, sondern auch das Know-how älterer Mitarbeiter. „Wir wertschätzen insbesondere die Erfahrung und die Umsicht älterer Reisebusfahrer und sind bemüht, diesen auch Perspektiven im Innendienst oder in der Reiseleitung anzubieten, für den Fall einer körperlichen Fahruntüchtigkeit“, erläutert Eberhardt. Flexible Arbeitszeiten ermöglichen außerdem einen sukzessiven Teilausstieg aus dem Beruf ebenso, wie eine Teilzeitbeschäftigung mit Erreichung des Rentenalters.

Die BAGSO beschreitet als Initiatorin der „Berliner Erklärung“ künftig gemeinsam mit der Wirtschaft und in Kooperation mit dem Demographie Netzwerk (ddn) neue Wege. Die Unterzeichner werden in einem ersten Schritt eine Reihe konkret benannter Maßnahmen und Projekte durchführen (genauere Infos: Berliner Erklärung, „Übersicht der geplanten Aktionen“, unter www.bagso.de). Ebenso werden sie sich nachdrücklich dafür einsetzen, dass weitere Unternehmen der Initiative beitreten und die „Berliner Erklärung“ unterzeichnen.
Um der Erklärung Nachhaltigkeit und Breitenwirkung zu verschaffen, wird im kommenden Jahr ein Kongress zum Thema „Unternehmen gestalten den demografischen Wandel“ stattfinden. Wissenschaftler und Praktiker werden dann gemeinsam in Arbeitsgruppen Konzepte für die Umsetzung und Weiterentwicklung der „Berliner Erklärung“ entwerfen.

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